Gut zu wissen

DPF ist nicht gleich DPF

Skizze Filtertyp
Bild: Audi
KRAFTHAND-Wissen

Filtertypen

In der Regel sind die serienmäßig eingesetzten DPF als Wall-Flow-Filter konzipiert. Das heißt, sie verfügen über einen katalytisch beschichteten und wabenförmig aufgebauten Keramikmonolithen, an dem sich die Rußpartikel anlagern. Ab einem gewissen Beladungszustand müssen diese über die Filterregeneration zu CO2 und Asche verbrannt werden, damit kein zu hoher Abgasrückstau entsteht.

Neben den Werten des Differenzdrucksensors, der den Abgasdruck vor und hinter dem Filter misst, dienen die Werte des Abgastemperatursensors dem Steuergerät zur Berechnung des Beladungszustands. Außerdem dienen beide Sensoren als Bauteilschutz. Erkennen sie einen zu hohen Rückstau beziehungsweise eine zu hohe Abgastemperatur, aktiviert die Steuerelektronik den Notlauf, um das Triebwerk und den Turbolader zu schützen. Hinweis: Bei vielen Fahrzeugen befindet sich im Gehäuse des DPF auch der Oxi-Kat. Dieser ist dem Partikelfilter vorgeschaltet.

In der Nachrüstung kommen DPF zum Einsatz, die nach dem Nebenstromprinzip arbeiten. Die Abscheidung der Partikel erfolgt hier durch Anlagern an offenporigen Vlieslagen, die sich im Metallmonolithen des Filters befinden. Zur Partikelabscheidung wird der Abgasstrom mehrmals umgelenkt. Dazu verfügt der Monolith über speziell gestaltete Kanäle. Bei diesem Filtertyp ist keine Regeneration über das Motormanagement notwendig. Allerdings wartet er auch nicht mit einem so hohen Wirkungsgrad wie Wall-Flow-Filter auf.