Mit dem Box Liner eLTU 40 Light Traction möchte Krone den Chassismarkt revolutionieren. Foto: Krone
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Mehr Flexibilität: Container-Chassis ‚Box Liner eLTU 40 Light Traction‘

Die weltweite Wirtschaft zieht wieder an, was sich ebenfalls auf  das Volumen der weltweiten Container-Transporte auswirkt. Entsprechend flexibel müssen die Speditionen sein um unterschiedliche Container zu transportieren, es kommt zudem auf jede Minute an. So sollte sich das Chassis eines Container-Aufliegers idealerweise für alle, auch für schwere Container von 20’ bis 45’ eignen um eben diese Flexibilität zu ermöglichen. Mit dem Box Liner eLTU 40 Light Traction sieht sich der Trailer-Spezialist Krone gut aufgestellt.

Hochfester Stahl

Der Anfang 2021 eingeführte Box Liner kommt mit einem Eigengewicht von 4,2 t daher. Das verältnismäßig geringe Gewicht konnte laut Krone durch die Verwendung von hochfestem Feinkornstahl S700 und einen mit Hilfe der Finite-Elemente-Methode (FEM) optimierten Rahmen erreicht werden, ohne Kompromisse bei der Festigkeit machen zu müssen.

Flexibler Einsatz

Der Krone Box Liner eLTU 40 Light Traction ist laut Krone als Allrounder konzipiert, der für den Transport von einer oder zwei 20’-Boxen, einem 40’- oder einem 45’-Container umgerüstet werden kann. Aufgrund des kurzen Radstands von 7.470 mm lassen sich auch schwere Container mit einer Zweiachs-Zugmaschine vorschriftsmäßig transportieren, ohne dass die Antriebsachse überlastet wird. In Ländern mit höheren zulässigen Gesamtgewichten können den Angaben zufolge sogar 34 t schwere 40’- oder 45’-Container transportiert werden. Im Kombiverkehr mit 27 t Aggregatlast des Aufliegers darf der heckbündige 20’-Container fast 28 t wiegen, bei über 5 t Sattellast und mit 24 t Aggregatlast sind 24,5 t legal transportierbar. Optional kann der Box Liner eLTU 40 auch für den Transport von 20’-Containern mittig – einschließlich Tankcontainern – sowie 30’-Containern ausgerüstet werden.

Alternative zum Mittelaushub

Der Box Liner eLTU 40 Light Traction ist eine Alternative zu Chassis mit Mittelausschub, die bislang häufig wegen der besseren Sattellast bei heckbündigen 20’-Containern eingesetzt wurden. Durch das sogenannte Tractionheck stehen heckbündige Container im Vergleich zu allen anderen Chassis weiter vorn, der Abstand von Mitte hinterer Verriegelung bis Mitte letzte Achse beträgt nur 565 mm. Das führt laut Krone zu einer deutlich höheren Sattellast, einer verbesserten Traktion und mehr Fahrsicherheit. Messungen belegen, dass die prozentuale Antriebsachslast mit 20’ heckbündig in etwa der von Chassis mit Mittelausschub entspricht.

Auch für 45’-Container geeignet

Bei der optionalen Verwendung eines Frontausschubs (Box Liner eLTU45) und eines zirca 2,6 m langen Heckausschubs (mit einem Radstand von 7.470 mm) lassen sich auch 45’-Container mit langem Tunnel gesetzeskonform transportieren. Durch den kurzen Radstand ist die Gefahr einer Überlastung der Antriebsachse bei schweren 45’-Containern laut Krone geringer als bei den üblichen 45’-Chassis mit rund acht Meter Radstand. Der 45’-Container kann im Hafen-Vor- und Nachlauf auch mit dem neu zulässigen B-Maß von 12.150 mm positioniert werden, so dass zwischen der Zugmaschine und dem Auflieger etwas mehr Platz für die Kabel bleibt; zudem kann der 45’-Container auch gerade Ecken haben.

Neuer Druckluftmotor

Die Schlussleuchten des Chassis sind in einen stabilen Heckbalken eingelassen und so gegen Beschädigung geschützt. Da die Basisvariante über keine losen Teile verfügt, kann während der Fahrt nichts verloren gehen. Eine weitere Neuheit ist Krone zufolge der Druckluftmotor in einem salzwasserfesten Gehäuse, der den Heckausschub gleichmäßig antreibt. Er dient als Alternative zum Luftzylinder.