ausgebautes Lkw-Getriebe
In der Regel ist eine Getriebeinstandsetzung günstiger als ein Austauschaggregat, da eine schadensbezogene Reparatur durchgeführt werden kann. Bilder: ZF Friedrichshafen
Einen Gang höher schalten

Getriebeservice bei ZF Aftermarket

Freie Werkstätten können bei der Instandsetzung eines NFZ-Getriebes auf die Systemkompetenz von ZF Aftermarket zählen – egal, ob es sich um Schalt-, Automatik- oder automatisierte Getriebe handelt. Die Monteure in den Servicestellen von ZF Aftermarket verfügen über das notwendige Spezialwissen, um nahezu alle gängigen Nfz-Getriebe professionell und mit Ersatzteilen in Erstausrüsterqualität zu reparieren. Dies gilt laut ZF auch für Aggregate anderer Hersteller wie beispielsweise Allison, DAF, Eaton, Iveco, MAN, Mercedes-Benz, Meritor, Scania, Voith oder Volvo.

Ausfallursachen

n vielen Fällen handelt es sich dabei laut ZF erst einmal nur um verschlissene Kleinkomponenten wie Nadellager, Schaltmuffen oder Dichtungen, welche bei der Reparatur ausgetauscht werden. Häufig liegen die Probleme jedoch bei der Synchronisierung oder Fehler im Getriebesteller. Ein Zeichen für einen schadhaften Kupplungs- oder Getriebesteller kann eine instabile Gangschaltung sein. Der Gang springt dann immer wieder heraus oder lässt sich nicht einlegen. Gelingt es, die Kupplung zu betätigen und den Gang vermeintlich einzulegen, befindet sich der Motor dennoch im Leerlauf. Außerdem lassen sich Ausfälle des Getriebes auch auf mechanischen Verschleiß zurückführen. „Viele Symptome lassen auf einen Getriebeschaden schließen, werden jedoch durch ein Bauteil verursacht, welches mit dem Getriebe im Zusammenspiel steht – zum Beispiel eine defekte Kupplung oder ein Fehler bei der Luftversorgung. Deshalb ist eine vollumfängliche Diagnose und damit das Ausschließen dieser Fehlerquellen vorab enorm wichtig“, empfiehlt Elmar Bauer, Leiter Servicenetz Deutschland, ZF Aftermarket.

Komplettrevision oder Austauschaggregat?

In der Regel ist laut ZF eine Getriebeinstandsetzung günstiger als ein Austauschaggregat, da eine schadensbezogene Reparatur durchgeführt werden kann. Allerdings bietet der Einsatz von Austauschaggregaten den Vorteil, die Standzeiten des Fahrzeugs möglichst gering zu halten. Vor allem bei Spezialfahrzeugen, die beispielsweise im täglichen Einsatz sind, kann ein schneller Austausch wirtschaftlicher und somit die bessere Lösung sein. Deshalb empfiehlt ZF Aftermarket immer eine individuelle Prüfung und Beratung durch Experten.

Was kann in der Lkw-Fachwerkstatt selbst repariert werden?

Zentrale Voraussetzungen bei der Behebung von Getriebeschäden sind ein umfassendes Fachwissen und eine hohe Diagnose-Expertise für Getriebe aller Marken. Geschulte Nfz-Werkstätten, die mit dem Getriebeservice bereits bestens vertraut sind, können Arbeiten der Reparaturstufe 1 und 2 durchführen, das heißt Wartungs- und Reparaturarbeiten im eingebauten Zustand. Alle Arbeiten darüber hinaus müssen von Getriebeexperten durchgeführt werden. Die Servicestandorte von ZF Aftermarket bieten zudem Ersatzteile und Getriebeöle in Erstausrüsterqualität. So kann eine schnelle, fachmännische und verlässliche Reparatur bis hin zu einem Austausch auf Serienstand gewährleistet werden.

 

Getriebeservice
Beim Getriebeservice ist umfangreiches Fachwissen gefragt.

Ein Rad greift ins andere

Ist es beispielsweise Zeit für den Getriebeölwechsel, steht der Aftermarket-Bereich von ZF seinen Kunden weltweit mit 650 Servicepartnern zur Seite. Die Spezialisten empfehlen dringend die vom Hersteller vorgegebenen Ölwechselintervalle einzuhalten und das dafür empfohlene Öl zu verwenden. Eine Getriebespülung zwischen den Intervallen ist nicht notwendig.

Allein in Deutschland gibt es 16 Servicestellen – neun eigene Standorte und sieben Partnerbetriebe. Hinzu kommen 700 Alltrucks-Partner europaweit, darunter sind allein 270 in Deutschland vertreten. Für jeden Kunden – ob Werkstattpartner oder Flottenbetreiber – bietet ZF Aftermarket dort die passenden Dienstleistungen für Nutzfahrzeuge, Busse, Bau- und Landmaschinen an. Dabei erhält der Kunde auf Wunsch alles aus einer Hand: von der Wartung, der Reparatur inklusive variablen Servicepaketen und Lifecyle-Cost-Verträgen, über die Präventivüberholung. Dazu gehören Getriebe-Um- und Nachrüstungen, die Aufbereitung oder die Lieferung von Austauschgetrieben, Schulungen und die Beratung. Da greift tatsächlich ein Rad ins andere.

 

Elmar Bauer, ZF Aftermarket
Elmar Bauer. Bild: ZF Friedrichshafen

 

„Da Nkw-Getriebe bauartübergreifend täglich hohen Belastungen ausgesetzt sind, können eine falsche Bedienung, fehlerhafte Peripherieteile am Fahrzeug oder mangelnde Wartung schnell zu Beschädigungen und damit kostspieligen Reparaturen führen“, erklärt Elmar Bauer, Leiter Servicenetz Deutschland, ZF Aftermarket.

 

 

 

 

Den Beitrag finden Sie auch in der Print-Ausgabe 3/21 der Krafthand-Truck.