Die Radlager beim Lkw sind enormen Kräften ausgesetzt und müssen entsprechend ausgelegt sein. Bild: SKF
Ersatzteile/Zubehör

Reibungsarme Radlager – Läuft rund!

Die Straßengüterverkehrs-Branche ist enorm wettbewerbsintensiv. Flottenbetreiber sehen sich mit sinkenden Margen und steigenden Wartungskosten konfrontiert. Jede Stellschraube, an der man drehen kann um die TCO zu senken und die Lkw zuverlässig auf der Straße zu halten, ist interessant. So fällt der Blick auf ein gleichsam ‚klassisches‘ Verschleißteil – das Radlager. Sie halten den Lkw in Bewegung, während sie das komplette Fahrzeuggewicht tragen. Dabei sollen sie sich aber möglichst effizient drehen, denn deren Anteil an den Gesamtreibungsverlusten eines Lkw ist hoch. Und natürlich müssen sie ihren Job zuverlässig verrichten, denn je öfter man sich den Austausch eines Radlagers spart, desto geringer sind die Standzeiten.

Optimierte Lager

SKF hält über 270 verschiedene Radlagerkits für Nfz vor. Das Sortiment deckt rund 84 Prozent der europäischen Lkws, Anhänger und Busse ab. Die Radlager sind geschmiert, abgedichtet und vor-eingestellt. Bild: SKF

SKF gilt seit jeher als Spezialist im Bereich Radlager. Seit Jahrzehnten versucht man auch bei Wälzlagern den Spagat zwischen hohen Traglasten und geringer Reibung zur Effizienzsteigerung aufzulösen und gleichzeitig die Zuverlässigkeit weiter zu verbessern. Es geht um Fertigungsgenauigkeiten, Oberflächen, um das perfekte Zusammenspiel der Komponenten, mit optimalen Schmierverhältnisse, bei gleichzeitiger Zuverlässigkeit und Kostenstabilität.
SKF gelingt dies eigenen Angaben zufolge durch optimierte Laufbahnprofile, eine verbesserte Oberflächenbearbeitung, speziell entwickelte Schmierfette und reibungsoptimierten Dichtungen. Zur Validierung verwendet SKF einen speziellen Prüfstand, der das Reibmoment unter radialer Belastung misst. Die Ergebnisse bestätigten laut SKF die Effizienz ihrer Radlager. So verglich das Unternehmen seine ‚Fuel Saving Wheel Bearings‘ mit anderen Aftermarket-Produkten. „Unsere Reibwerte waren niedriger, manchmal weniger als die Hälfte des Reibmomentes konkurrierender Produkte“, so Henning Neulitz, Global Product Line Manager Commercial Vehicle Wheel End, Vehicle Aftermarket (VA).

Berechnungstool

Mit Hilfe des Kalkulations-Tools lässt sich die potenzielle Kraftstoffeinsparung beim Einsatz eines SKF-Radlagers errechnen. Bild: Krafthand-Truck/SKF

Letztendlich bedeutet eine geringere Reibung weniger Leistungsverlust. Der Prüfstands-Vergleich nach dem VECTO-Prüfzyklus zeige Unterschiede bei einem Radlager von bis zu 355 W zwischen SKF und anderen Marktbegleitern. Das entspricht einer Kraftstoffeinsparung von rund 0,1 Litern pro 100 km. „Auch wenn dies auf den ersten Blick gering erscheint, summiert es sich bei einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung von 120.000 km auf eine Einsparung von rund 110 Litern pro Lkw und Jahr.“ Theoretisch entspricht dies – basierend auf dem durchschnittlichen EU-Dieselpreis – einer Kraftstoffkostenersparnis von etwa 176 € pro Fahrzeug jährlich. Um die mögliche Einsparung durch den Einsatz von reibungsarmen SKF-Radlagern transparenter zu machen hat man ein eigenes Kalkulations-Tool online gestellt, welches sich auf tatsächliche Messergebnisse bezieht. Nach Eingabe des Fahrzeugmodells, der gefahrenen Kilometer und des Spritpreises lassen sich so die Einsparpotenziale errechnen.

Den Beitrag finden Sie auch in der Print-Ausgabe 1-2026 der Krafthand-Truck.