Werkstatt-Praxistipp: Kabelstrang des Kraftstoffdrucksensors als Fehlerquelle

Um Fehlerursachen im Werkstattalltag auf die Spur zu kommen, bedarf es oft der richtigen Insiderinformation. Hier ein Fall aus dem Technischen Callcenter von Hella Gutmann Solutions. Betroffen war ein Landrover Freelander, 2,0 TD-4, Motorcode 20 4 D1, Baujahr ab 2004. Die Motorkontrollleuchte war aktiviert. Der Motor zeigte schlechtes Startverhalten, unrunden Leerlauf und mangelhafte Leistung.

Im System ‚Motor’ war der Fehlercode P0190 gespeichert, gleichbedeutend mit ,Drucksensor, Kraftstoffverteilerroh-Signal fehlerhaft’.

Die Einsicht in die Parameter des Kraftstoffsystems zeigte zunächst starke Schwankungen des Kraftstoffdrucks. Kurz darauf stagnierte der Wert unabhängig von Lastzustand und Drehzahl bei 400 bar. Der Kraftstoffdrucksensor schien defekt zu sein. Doch sein Ersatz bewirkte keine Veränderung der Situation.

Der Tipp des Technischen Callcenters: In der Tat sind die Umstände irreführend. Beim stagnierenden Wert von 400 bar Kraftstoffdruck handelt es sich um einen Ersatzwert, den das Steuergerät einfach aufgrund unplausibler Signalwerte ansetzt, um den Motor arbeitsfähig zu halten. Die eigentliche Ursache der Störung liegt wie so oft an der Elektrik, sprich an korrodierten Anschlüssen beziehungsweise an einem beschädigten Kabelstrang des Kraftstoffdrucksensors. Das Ersetzen des Sensors behebt das Problem höchstens zufällig und meist nicht dauerhaft.

Die Fehlerbehebung gestaltet sich wie folgt: Der Hersteller bietet für diesen Fall einen Reparatur-Kabelstrang an, der zusammen mit dem neuen Drucksensor verbaut werden muss.

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