Reifenmanagementsystem von Alligator mit automatisierter Druckkontrolle

Herzstück des von Alligator auf der Nufam vorgestellten Reifenmanagementsystem mit automatisierter Reifendruckkontrolle ist der Sensor „Sens.it HD“. Er lässt sich mit Hilfe des SAS-Textilgurtsystems schnell und werkzeuglos an nahezu jeder handelsüblichen Felge befestigen. Bild: Alligator

Der Reifenfülldruck hat einen wesentlichen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch eines Nutzfahrzeugs. Ein Argument, das in Zeiten allgegenwärtiger CO2-Diskussionen hinlänglich bekannt ist. Doch auch aus Sicherheitsaspekten sollte der Fülldruck regelmäßig kontrolliert werden. Auch das ist bekannt. „Doch die Realität zeigt, dass auch professionelle Fahrer ihre Reifen nicht genügend warten.

Die Mehrzahl ist mit unzureichendem Luftdruck und oft mit mangelhafter Bereifung unterwegs“, berichten die Nutzfahrzeugexperten von Alligator, einem auf Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) spezialisierten Unternehmens. Demnach stellt ein nicht erkannter, schleichender Luftverlust die häufigste Ausfallursache dar – und wäre den Fachleuten von Alligator zufolge mit einem RDKS auf einfache Weise vermeidbar. Zudem ließe sich viel teurer Kraftstoff sparen.
Reifenmanagementsystem
Auf der Karlsruher Nutzfahrzeugmesse „Nufam“ haben die Schwaben im Herbst ein Reifenmanagementsystem speziell für Lkw und Anhänger mit automatisierter Reifendruckkontrolle vorgestellt. Dessen Herzstück ist ein „Sens.it HD“ genannter Drucksensor, welcher sich mit einem speziellen Textilgurtsystem, dem SAS („Sensor Attachment Strap“), werkzeuglos und sicher in rund 20 Sekunden an nahezu jedem Lkw-Rad montieren lässt. Die notwendige Einstellung und Parametrierung des Systems inklusive Alarm- und Reporting-Funktionen erfolgen bequem vom Schreibtisch aus über die Reifenmanagementplattform.
„Gate“-Lösung
Von dem System gibt es drei Versionen: Zum einen als stationäres Messsystem für depotgestützte Flotten. Bei dieser so genannten „Gate“-Lösung befindet sich die Empfangseinheit (Router) stationär installiert auf dem Betriebshof der Flotte. Passiert ein Fahrzeug das „Gate“, nimmt der Router die Reifendaten auf und überträgt sie via Mobilfunknetz zum Host. Bei dieser Version, welche laut Alligator ideal für Kurzstreckenlogistik, Busfahrparks und kommunale Fahrzeuge ist, ist nur das Fahrzeug selbst mit Sensoren bestückt.
Hook-and-drop-Einsätze
Variante zwei mit aktiver Messung während der Fahrt indes soll sich vor allem für Langstreckenlogistiker, Leasingfahrzeuge, Hook-and-drop-Einsätze sowie für Zugmaschinen und Trailer mit unterschiedlichen Besitzern eignen. Der Router befindet sich in diesem Fall am Fahrzeug. Er nimmt die Daten während der Fahrt auf und überträgt sie ebenfalls per Mobilfunk regelmäßig an den Host, wobei das System Zugmaschine und Auflieger als individuelle Fahrzeugeinheiten behandelt.
Informationsdisplay
Die dritte Alternative ergänzt Variante zwei um ein Informationsdisplay im Cockpit des Lkw und warnt den Fahrer im Falle eines schnellen Druckabfalls oder einer Überhitzung, auch wenn kein Mobilfunknetz verfügbar ist. Es ermöglicht zudem die „Koppelung“ von ziehender und gezogener Fahrzeugeinheit.

Alligator, Giengen, Tel. 0 73 22 / 13 0 – 1, www.alligator-ventilfabrik.de