Dauerhafte Schädigungen der Starterbatterie durch Tiefentladung

Bevor der erste Frost kommt: Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man die Kapazität oder Startfähigkeit von Batterien regelmäßig prüfen. Bei 24-Volt-Bordnetzen mit zwei 12-Volt-Batterien sind beim Tausch einzelner Akkus einige wichtige Grundregeln zu berücksichtigen. Bild: Europart

Batterien von Lkw, Omnibussen und Transportern müssen nicht nur im Winter Höchstleistungen bringen: auch im Alltagsbetrieb werden sie stark beansprucht. „Mit einer regelmäßigen Überprüfung der Leistungsfähigkeit lassen sich unnötige Ausfälle und damit verbundene Kosten leicht vermeiden“, behaupten die Batteriefachleute beim Nutzfahrzeugteile-Spezialisten Europart. Deren Erfahrungen zufolge sind dauerhafte Schädigungen der Starterbatterie durch Tiefentladung ein häufiger Grund, warum es bei winterlichen Temperaturen zu Startproblemen kommen kann. Vor allem häufiger Stopp-and-Go-Verkehr und Kurzstrecken wirken sich negativ auf die Energiebilanz einer Batterie aus. Vielfach kann der Generator aufgrund der Vielzahl von elektronischen Geräten und Sensoren im Fahrzeug nämlich nicht die Menge an Strom erzeugen, welche die Batterie für einen ausgeglichenen Ladezustand tatsächlich benötigen würde.

Doch auch „Pflegesünden“ können Batterieprobleme verursachen – insbesondere in der kalten Jahrenszeit. Tobias Bensch, Batterie-Spezialist bei Europart, rät deshalb grundsätzlich zu einer regelmäßigen Kontrolle der Batterie, um ihr eine hohe Lebensdauer zu bescheren – und plötzliche Ausfälle zu vermeiden. Er empfiehlt, die Batteriepole und Polklemmen regelmäßige zu prüfen und zu reinigen und schließlich mit säurefreiem Polfett zu schützen, um Korrosion zu verhindern. „Korrodierte Anschlusspole und Klemmen beeinflussen die Leistung der Batterie und stellen ein Sicherheitsrisiko dar“, erklärt Bensch. Auch die Kapazität und Startfähigkeit sollte man regelmäßigen prüfen, wenn man Ausfällen und hohen Folgekosten vorbeugen will.

Zeigt das Testgerät eine zu geringe Kapazität oder Startfähigkeit an, ist die betreffende Batterie zu ersetzen. „Bei 24-Volt-Bordnetzen allerdings gilt laut Bensch ein wichtiger Grundsatz: Die beiden 12-Volt-Batterien müssen zusammenpassen. Er empfiehlt, eine neue Batterie nur mit einer gebrauchten zu kombinieren, wenn diese noch mindestens 85 Prozent ihrer Kapazität besitzt. Differiert dagegen die Kapazität beider Batterien um mehr als 25 Prozent sollte die schwächere Batterie ersetzt werden. „Batterien mit einer Kapazität von weniger als 50 Prozent sollte man vor Beginn der kalten Jahreeszeit auf jeden Fall erneuern“, rät der Fachmann von Europart.

Europart, Hagen
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