Huf und Dunlop erproben batterielosen Reifendrucksensor

Energie ohne Batterie: Der von Huf entwickelte, sich noch in der Erprobungsphase befindliche Sensor zur Messung des Reifendrucks wird von einem piezoelektrischen Generator mit Energie versorgt. Bild: Huf

Sensorspezialist Huf erprobt derzeit zusammen mit Dunlop einen batterielosen Reifendrucksensor mit integriertem Microchip. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Sensorik mit separater Spannungsversorgung liefert ein im Sensor integrierter piezoelektrischer Generator die nötige Energie. Vereinfacht gesagt wird dabei die mechanische Energie aus der Drehbewegung des Rades genutzt und in elektrische Energie umgewandelt. Der Sensor ist dazu auf dem sogenannten Innerliner (luftundurchlässige Schicht im Innern des Reifens) positioniert.

Die Vorteile des neuen Sensors liegen zudem in Größe und Gewicht: Er ist wesentlich kleiner als herkömmliche Reifendrucksensoren und mit circa 7 g auch deutlich leichter. Laut Entwickler stellt das System schon bei geringen Geschwindigkeiten genügend Energie zur Verfügung, um in regelmäßigen Abständen Datenprotokolle an den Empfänger zu senden.

Zusätzlich lassen sich reifenspezifische Informationen wie Reifengröße, Sommer- oder Winterbereifung, Geschwindigkeitsindex oder die Messung der Kilometerleistung speichern und an ein zentrales System übertragen. Entsprechende Daten können so beispielweise im Speicherchip des Fahrzeugschlüssels hinterlegt und im Service ausgelesen werden. Für Betreiber von Fahrzeugflotten sind somit auch Informationen mittels Telematik-Systemen erfassbar.

Einen entsprechenden Konzeptreifen mit integrierter, batterieloser Sensorik stellten die Unternehmen im vergangenen Frühjahr auf dem Genfer Automobilsalon vor.

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