911 Turbo: Porsche mit technischen Innovationen

Neue 911-Turbo-Generation: technologische und fahrdynamische Spitze der Elfer-Baureihe. Foto: Porsche

Zum 40-jährigen Jubiläum des 911 präsentiert Porsche mit der neuen Generation des 911 Turbo und Turbo S zwei neue Modelle – den Angaben nach die ‚technologische und fahrdynamische Spitze der Elfer-Baureihe‘. Porsche integrierte in die neue 911 Turbo-Generation: Allradantrieb, aktive Hinterachslenkung, adaptive Aerodynamik, Voll-LED-Scheinwerfer sowie einen bis zu 560 PS starken Sechszylinder-Boxer mit doppelter Turboaufladung.

Eine weitere Steigerung der Fahrdynamik soll der aktive Wankausgleich PDCC bieten, der erstmals für die 911 Turbo-Modelle angeboten wird. Ergebnis: Der neue 911 Turbo S verkürzt die Rundenzeit auf der Nürburgring-Nordschleife auf deutlich unter 7:30 Minuten. Für ein intensives Fahrerlebnis steht der serienmäßige Sound-Symposer, der die Ansauggeräusche des Turbomotors per Membran in den Innenraum überträgt.

Porsche setzt als einziger Hersteller zwei Turbolader mit variabler Turbinengeometrie in Verbindung mit einem Benzinmotor ein. Die Kraftübertragung erfolgt über das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK), das die Funktionen Start-Stopp mit Motorabschaltung beim Ausrollen und Segeln ermöglicht. Mit dem neuen Thermomanagement für den Turbomotor und dem PDK-Getriebe sinkt der Kraftstoffbedarf um bis zu 16 Prozent auf 9,7 l/100 km.

Alllradantrieb
Für eine schnellere und gezieltere Kraftverteilung auf die beiden Achsen hat Porsche einen neuen Allradantrieb (PTM) mit elektronisch gesteuerter und betätigter Lamellenkupplung entwickelt. Das System ist mit einer neuen Wasserkühlung ausgestattet und soll damit aufgrund besserer Kühlung bei Bedarf noch mehr Antriebsmoment zur Vorderachse leiten. Gleichzeitig soll die optimierte Zusammenarbeit von Motor, Getriebe und Allradantrieb dem neuen Spitzen-Elfern zu noch besserem Spurtvermögen verhelfen.

Hinterachslenkung
Die Einführung der Hinterachslenkung für alle Turbo-Modelle soll das rundstrecken- und alltagstaugliche Handling der beiden neuen Spitzensportwagen steigern. Das System besteht aus zwei elektromechanischen Aktuatoren, die anstelle der konventionellen Spurlenker links und rechts an der Hinterachse eingesetzt werden. Der Lenkwinkel der Hinterräder kann damit je nach Geschwindigkeit um bis zu 2,8 Grad variiert werden. Bei Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h lenkt das System die Hinterräder beim Einschlagen der Vorderräder in entgegengesetzter Richtung ein. Tatsächlich entspricht das einer virtuellen Verkürzung des Radstandes um 250 Millimeter. Der 911 Turbo fährt sich dadurch unerreicht wendig. Er dreht schneller in die Kurve und ermöglicht ein dynamischeres Einlenkverhalten. Rangieren und Einparken sind spürbar erleichtert.

Über 80 km/h lenkt das System die Hinterräder parallel zu den eingeschlagenen Vorderrädern. Dies entspricht wiederum einer virtuellen Verlängerung des Radstandes um 500 Millimeter und verleiht dem Sportwagen, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten, eine enorme Stabilität. Gleichzeitig erfolgt der durch den Lenkimpuls des Fahrers ausgelöste Seitenkraftaufbau an der Hinterachse deutlich schneller, was zu einem spontaneren und harmonischeren Einleiten der Richtungsänderung führt.

Aerodynamik
Für die neuen 911 Turbo-Modelle hat Porsche erstmals ein aktives Aerodynamiksystem entwickelt. Es besteht aus einem dreistufigen Frontspoiler, dessen Segmente pneumatisch ausgefahren werden können, und dem ausfahrbaren Heckflügel mit drei ansteuerbaren Flügel-Positionen. Dadurch wird es möglich, die Aerodynamik des 911 Turbo je nach Fahrerwunsch auf optimale Effizienz (Speed-Position) oder beste Fahrdynamik abzustimmen.

Die neuen Top-Modelle der 911-Baureihe kommen Ende September 2013 auf den Markt.

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