

Warum ZF aus dem Nfz-Werkstattsystem Alltrucks ausgestiegen ist.
Kürzlich hat Alltrucks den Ausstieg von ZF aus dem Full-Service-Werkstattnetzwerk bekanntgegeben. Alltrucks wurde 2013 als Gemeinschaftsunternehmen von ZF, Bosch und Knorr-Bremse gegründet. Bereits im Oktober 2024 hat ZF angekündigt, sich aus dem Gesellschafterkreis zurückzuziehen. Der Ausstieg wurde am 28. Mai 2025 mit der Unterzeichnung einer entsprechenden Erklärung vollzogen. Bosch und Knorr-Bremse haben die Anteile von ZF zu gleichen Teilen übernommen und halten jetzt beide 50 Prozent. Beide Unternehmen möchten Alltrucks weiterentwickeln. Warum ist ZF aus dem gemeinsamen Werkstattnetzwerk ausgestiegen?
ZF: Eine rein strategische Entscheidung
Es sei eine rein strategische Entscheidung gewesen, so eine Unternehmenssprecherin. Sie ginge mit dem weiteren Ausbau des hauseigenen Werkstattsystems ZF (pro) Service einher. Etwaige monetäre Gründe im Rahmen der konzernweiten Einsparmaßnahmen wurden nicht genannt. Natürlich ist es plausibel auf das eigene Pferd zu setzen, wenngleich sich Alltrucks europaweit als starke Marke und Partner der Nfz-Werkstätten etabliert hat. ZF führt weitere Gründe ins Feld und spricht vom Mehrwert was ZF (pro) Service angeht. So haben Werkstattpartner Zugriff auf ein umfassendes Serviceangebot, auf OE-gestützte, spezialisierte Trainings sowie neueste Technologien, wie beispielsweise der modularen Bremsenplattform mBSP XBS. Auch ein internationales Netzwerk an Call-Centern steht zur Verfügung. Zudem liefert ZF Zugang zu Diagnosetools, die die Fehlererkennung und Reparaturgenauigkeit verbessern sollen. In Zukunft können Werkstattpartner auch von ZFs Telematik- und digitalen Lösungen profitieren. Last but not least bietet ZF Aftermarket Original-Ersatzteile (Lemförder, Sachs, TRW, Wabco) über sein weltweites Händlernetz an. Neue Partner müssen sich einer Erstbeurteilung nach strengen Zugangskriterien stellen. Regelmäßige Audits gehören ebenfalls zu den Qualitätssicherungsmaßnahmen von ZF (pro) Service.
Letztendlich zielte die Entscheidung sich aus dem Gemeinschaftsunternehmen Alltrucks zurückzuziehen also darauf ab ZF (pro) Service weiter auszubauen. Die Leistungen hätten laut ZF weltweit bereits mehr als 3.100 Werkstätten überzeugt.
Alltrucks
Alltrucks vereint eigenen Angaben zufolge über 700 Werkstattpartner in 17 Ländern. Das Mehrmarken-Netzwerk bietet ebenfalls umfangreiche Serviceleistungen und wirbt mit der Mehrmarkenkompetenz in Diagnose, Service, Wartung und Reparatur. Hinzu kommen zahlreiche Kooperationen zum Beispiel mit Krone, BPW, SKF oder Total Energies. Ferner die Expertise in Sachen Bremssysteme von Knorr-Bremse inklusive Fahrzeugdiagnose sowie das Know-how in Sachen Elektronik seitens Bosch. Mit Alltrucks-Fleet hält man ein Flottenmanagement-Tool vor. Im Januar diesen Jahres vermeldete Alltrucks die Expansion nach Schweden und die Zusammenarbeit mit KGK/Autoexperten.
Letztendlich werden ZF (pro)Service und Alltrucks wohl in den Wettbewerb treten, was bekanntlich den Markt belebt.









