

TEXA: Lkw-Diagnose und KI
Gerade bei der Fahrzeugdiagnose stehen (freie) Nutzfahrzeug-Werkstätten zunehmend vor Herausforderungen. Immer komplexere Fahrzeugsysteme an unterschiedlichen Fahrzeugen müssen effizient diagnostiziert werden. Da kann es schonmal knifflig werden.

Durch die Integration von Künstlicher Intelligenz in die hauseigene IDC6-Software möchte der italienische Diagnosespezialist TEXA den Nfz-Werkstätten deshalb ein intelligentes und leistungsfähiges Werkzeug an die Hand geben. Im Zusammenspiel mit regelmäßigen Software-Updates und einer benutzerfreundlichen Oberfläche, sollen die Diagnoseprozesse noch zielgerichteter und effizienter werden. Hinzu kommen laut TEXA immer detailliertere technische Informationen, was bei der Vielfalt und Individualität der Fahrzeuge eine große Hilfe ist. „Letztendlich verfolgen wir das Ziel, die Diagnosezeiten und damit die Downtime zu verkürzen, die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und letztlich die Betriebskosten zu reduzieren“, so Werner Arpogaus, Geschäftsführer bei TEXA Deutschland.
KI als Bestandteil der Diagnosesoftware

TEXA hat nach eigenem Bekunden mit IDC6 erstmals zahlreiche Funktionen auf Basis künstlicher Intelligenz integriert. Sie sind gleichsam ein zentraler Bestandteil der Software. Die KI soll dabei helfen, Fehlerursachen schneller einzugrenzen und relevante technische Informationen rascher zu finden. Zusätzlich schlägt die KI bereits bekannte Lösungswege vor und vereinfacht die Navigation innerhalb der Diagnose.
Neue Software-Architektur
Bei der Diagnosesoftware IDC6 und den aktuellen Versionen setzt TEXA auf eine neue Architektur und trennt sie in sogenannte Core- und Environment-Updates. Erstere sind für allgemeine Verbesserungen der Softwareplattform zuständig, die Environment-Updates für fahrzeugspezifische Aktualisierungen. „Die Vorteile sind schnellere Updates, kürzere Ladezeiten, eine bessere Performance sowie eine gemeinsame Architektur über alle Diagnosebereiche hinweg“, erklärt Arpogaus.
Die aktuelle IDC6-Truck-Version (2026.10)

Die im Mai 2026 dieses Jahres veröffentlichte Truck-Version der Diagnosesoftware IDC6 liefert beispielsweise Aktualisierungen für 27 Nutzfahrzeugmarken. Dazu kamen laut TEXA 19 neue Dashboards, 22 neue Schaltpläne sowie 28 neue technische Datenblätter. Was die generelle Fahrzeugabdeckung angeht, gibt TEXA unter anderem folgende Hersteller und Zulieferer an: DAF, MAN, Mercedes-Benz, Scania, Iveco, Renault, Nissan, Knorr-Bremse, WABCO, ZF, Ford Nutzfahrzeuge. Die vollständige Liste ist im Internet auf den Pages von TEXA zu finden. Marken, die ebenfalls gelistet sind, beispielsweise Freightliner, International, Kenworth, Peterbilt oder Western Star, sind für den europäischen Markt wenig relevant. Was völlig neue Player am Markt angeht: „Während die Marke SANY bereits in der OFF-Highway Software zu finden ist, wird beispielsweise die Entwicklung bei SuperPanther genau verfolgt und bei ausreichender Marktrelevanz sicherlich in das Diagnoseportfolio aufgenommen“, so Arpogaus.
Durch zahlreiche Kooperationen und Weiterentwicklungen, wie der immer stärkeren Einbindung der KI und permanentes Aktualisieren der Software, möchte TEXA den Nfz-Werkstätten helfen, die Fahrzeugdiagnose noch effektiver zu gestalten. (Werner Arpogaus)
Erweiterte Datenbank

TEXA hat auch die technische Datenbank für Lkw weiter ausgebaut. So sind laut Arpogaus zusätzliche Inhalte hinzugekommen, wie beispielsweise neue Wartungsdaten, Einstellwerte, Reparaturhandbücher, Informationen zu Rückrufen, neue Arbeitswerte, Infos zu Schmierstoffen, Sicherungen und Relais, technische Zeichnungen sowie zu Kontrollleuchten. Um Zugriff auf die Datenbank zu bekommen, ist der Zugang zu TEXPACK-Truck sowie zum Dienst TEX@INFO-Truck notwendig.
Security-Gateway und Pass-Thru

Die Diagnosesoftware IDC6 ist darauf ausgelegt, mit modernen Sicherheitssperren der Hersteller umzugehen. So gehört die Freischaltung über das jeweilige Security-Gateway dazu. Hinzu kommen geschützte Funktionen, die Pass-Thru-Diagnose sowie herstellerspezifische Authentifizierungen. „Gerade bei Mercedes-Benz, Iveco, MAN, Renault-Trucks und aktuellen Transportern wird das zunehmend relevant“, so Arpogaus.
TEXA ist auf der Automechanika in Halle 8.0, Stand E96 zu finden.
Den Beitrag finden Sie auch in der Print-Ausgabe 3-2026 der Krafthand-Truck.













