Neuer Nutzfahrzeug-Starter HEF109-L von Bosch

Nutzfahrzeug-Starter HEF109-L von Bosch: Mit dem neuen Heavy Duty-Starter HEF109-L „large“ erweitert Bosch sein 24-Volt-Starter-Portfolio für Nutzfahrzeuge und Off-Highway-Anwendungen am oberen Ende des Leistungsspektrums. Der neue Starter-Typ, der auf dem Typ M 'medium' aufsetzt, erzielt den Angaben nach eine um 18 Prozent höhere Startleistung von bis zu 9,2 Kilowatt. Foto: Bosch

Gerade großvolumige Motoren erfordern hohe Starterleistungen. Mit dem neuen Starter HEF109-L ‚large‘ erweitert Bosch sein 24-Volt-Starter-Portfolio für Nutzfahrzeuge und Off-Highway-Anwendungen am oberen Ende des Leistungsspektrums. Der neue Starter-Typ setzt auf dem Typ M ‚medium‘ auf und erzielt eine um 18 Prozent höhere Startleistung von bis zu 9,2 Kilowatt.

Mit dieser Power bringt er Dieselmotoren bis zu 28 Liter Hubraum zum Laufen. Der neue Starter ist für große Motoren geeignet – beispielsweise in Baumaschinen –, die mit Einzelstartern bisher nur schwierig zu starten waren. Der Einzelstarter erspart eine Parallelstartanlage. Die Technik ist auf eine Laufleistung von 800 000 Straßenkilometern beziehungsweise 14 000 Betriebsstunden im Off-Highway-Einsatz ausgelegt.

Der elektrisch erregte sechs-polige HEF109-L zeichnet sich durch Kompaktheit aus und ist damit geeignet für eingeschränkte Platzverhältnisse im Motorraum. Seine thermische Robustheit ermöglicht den Angaben nach sichere Starts großer Motoren auch bei tiefen Temperaturen oder bei langen Startvorgängen. Wegen der bei Nutzfahrzeugen in der Regel deutlich höheren Lebensdaueranforderungen erfolgt zur Schonung von Zahnkranz und Ritzel der Einspurvorgang zweistufig: In der ersten Stufe wird die Antriebswelle samt Ritzel vorsichtig vorgeschoben, eingespurt und angedreht, während in der zweiten Stufe der Hauptstrom freigegeben wird und der eigentliche Startvorgang stattfindet.
Ein in den Starter integriertes mechanisches Relais soll eine vereinfachte Anbindung an das Motorsteuergerät ermöglichen, über das – im Unterschied zum Start per Zündschloss – ein automatisch geregelter Start mit geringen Emissionen vollzogen werden kann.
Für extreme Beanspruchung
Der HEF109-L kann noch weiter aufgerüstet werden. Ein Beispiel ist der erweiterte Staubschutz, der bis zur Schutzklasse IP57 sichergestellt werden kann. Ein weiteres Zusatzmerkmal ist die Isolierung der Klemme 31. Diese separate Anbindung des Starters an den Minuspol der Batterie kommt bei Sonderanwendungen wie bei Bahn und Wasserfahrzeugen zum Einsatz, wo spezielle Sicherheitsanforderungen oder hoher Schutz gegen Feuchtigkeit stark im Fokus stehen. Für eine maximale Flexibilität bei der Anpassung auf verschiedene Einbausituationen kann der Starter auch mit allen gängigen Flanschgeometrien geliefert werden wie beispielsweise dem individuell positionierbaren Drehflansch.
Parallelstartanlagen
Für Anwendungen bei noch größeren Motoren bietet Bosch so genannte Parallelstartanlagen an. Durch die Kopplung von zwei oder drei Startern der Baureihe 109 lässt sich die Startleistung der einzelnen Starter addieren. Mit dem neuen Typ L kann Bosch sein Leistungsspektrum bei Parallelstartanlagen nochmals erweitern. Mit maximal knapp 28 Kilowatt Leistung lassen sich bei Normbedingungen Dieselmotoren bis 84 Liter und Ottomotoren bis 168 Liter Hubraum starten. Diese Motorengröße findet man vor allem in Off-Highway-Anwendungen und Wasserfahrzeugen. Auch Stationärmaschinen, zum Beispiel Stromerzeuger, erfordern einen zuverlässigen Start, damit bei einem Stromausfall die Energieversorgung wieder sichergestellt werden kann. Auch hierfür ist der HEF109-L geeignet.