Dinex: ‚Eminizer‘ integriert Großteil der SCR-Funktionalität im DPF

Leistungsfähiges Leichtgewicht: Mit der von Dinex entwickelten ‚Eminizer’-Technologie lassen sich Euro-VI-Abgasboxen (links) im Vergleich zu aktuellen Anlagen zwischen 20 bis 50 Prozent leichter und kleiner auslegen, da die SCR-Funktionalität in den DPF integriert wird. Bild: Dinex

Mit der Abgasnorm Euro VI haben Größe und Gewicht von Abgasnachbehandlungssystemen nochmals kräftig zugelegt, da sich in der Abgasbox nicht nur der Diesel-Oxidationskatalystor (DOC) und der Dieselpartikelfilter (DPF) befinden, sondern auch die Komponenten des SCR-Systems untergebracht sind, um den Stickoxiden Herr zu werden. Mit der ‚Eminizer‘-Technologieplattform will der dänische Emissionstechnikspezialist Dinex die Dimensionen und Gewichte künftig wieder „gesundschrumpfen“, denn das Konzept integriert einen Großteil der SCR-Funktionalität im DPF.

Möglich wird das Ganze, weil Dinex nach eigenem Bekunden bei den ‚Eminizer‘- Komplettsystemen künftig ein neuartiges, mit einer multifunktionalen Schicht versehenes, hochporöses Silici- umcarbid-Substrat mit der Bezeichnung DiSiC-HP verwendet.
Diese Kombination aus von Diesel-Oxidationskatalysatoren (DOC) her bekannten Metallsubstraten und einem sogenannten Ammoniak-Schlupfkatalysator (ASC) soll künftig das bisher übliche Cordierit als Substratmaterial ersetzen. Nach Unternehmensangaben kann das beschichtete DiSiC-HP-Material sowohl die Partikelanzahl als auch deren Masse verringern und darüber hinaus auch noch die Stickoxide in ein und derselben Einheit reduzieren.
Da das Rußtragevermögen des hochporösen Substarts um bis zu zweieinhalb Mal besser sein soll als jenes von Cordierit, sollen im Betrieb zudem weniger Regenerationsvorgänge nötig sein, was sich zusammen mit einem geringeren Abgasgegendruck positiv auf den Kraftstoffverbrauch auswirken könnte.
Dinex Deutschland, Haßloch
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