TSE-Bausatz: Curtainsider-Gliederzug mit Zentralachsanhänger. Bilder: TSE Trailer System Engineering GmbH & Co. KG
Trailer/Aufbauten

Baukastensystem: TSE liefert maßgeschneiderte Trailer-Aufbauten

Die TSE Trailer System Engineering GmbH & Co. entwickelt und vermarktet unter der Marke TSE Bausätze und Komponenten für den Trailerbau. Rund 1.000 Bausätze liefert das baden-württembergische Unternehmen mit Standorten in Ratshausen und Dotternhausen im Jahr aus, davon rund 80 Prozent in unterschiedlichen Maßen und Ausführungen.

Systeme für den Fahrzeugbau

TSE konzentriert sich mit seinem Portfolio auf mittlere und kleinere Fahrzeugbauer, die durch die individuelle Maßkonfektion eine Alternative zur Eigenfertigung erhalten sollen. Neben modular zusammengestellten, zertifizierten Curtainsider-Bausätzen, können auch Komponenten wie Verdecke, Hilfsrahmen, Stirnwände, Heckportale oder Bordwände geliefert werden. Fahrzeugbauer können sich laut TSE aufgrund des standardisierten Baukastensystems auf die eigene Wertschöpfung und die Wünsche ihrer Endkunden konzentrieren. Die Beschaffung und das Vorhalten von Rohmaterial entfalle, inklusive der Lagerhaltung und der entsprechenden Kapitalbindung. Die TSE-Bausätze sind handhabungsgerecht konfiguriert, sodass lediglich Montagetätigkeiten erforderlich seien und vor Ort weder Anpassungsarbeiten noch Schweißarbeiten anfallen.
Ein weiterer Vorteil der standardisierten TSE-Systeme: Die Fahrzeugbauer können sowohl höhere Stückzahlen als auch einfachere Aufbauten wirtschaftlich abwickeln, ohne an ihre Kapazitätsgrenzen in Konstruktion und Fertigung zu stoßen. Hinzu komme, dass alle Komponenten und Optionen von TSE miteinander kombinier‐ und untereinander austauschbar sind und ‚Plug and Play‘ eingesetzt werden können.

TSE-Geschäftsführer Stephan Girnt.

Rasche Abwicklung

Ein wesentlicher Schwerpunkt läge bei TSE zudem auf einer verlässlichen und schnellen Lieferung, um die Planbarkeit sicherzustellen. Kurze Lieferzeiten von drei Wochen würden den Fahrzeugbauern eine hohe Flexibilität, kurzfristige Entscheidungen und eine geringe Kapitalbindung ermöglichen. Hier hätten sich die hohe Fertigungstiefe von TSE und die langjährige Partnerschaft mit regionalen Lieferanten bewährt, was in Zeiten von Lieferengpässen auf internationaler Ebene und explodierenden Produktpreisen ein eindeutiger Wettbewerbsvorteil ist.

„Wir wollen die vielen Varianten unseres Bausatzes weiter komplettieren, sowohl in unserer eigenen Konstruktionsabteilung als auch in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Unser Ziel ist der Austausch aller Komponenten untereinander – auch hinsichtlich einer Rückwärtskompatibilität“, so Stephan Girnt.

Technische Fragebögen und Konfigurator

Die TSE Curtainsider-Bausätze bestehen aus der Stirnwand, dem Heckportal, der Seitenwand, dem Verdeck und Hilfsrahmen und sind für fast jede Anwendung und Branche geeignet, ob für Motorwagenaufbauten, Gliederzüge oder Sattelauflieger. Für die Bausätze sind alle gängigen Ladungssicherungszertifikate erhältlich. Trotz der hohen Standardisierung könne der Fahrzeugbauer auf eine vierstellige Anzahl an Varianten und Abmessungen zugreifen. Um den Bestellvorgang zu erleichtern, bildet der technische Fragebogen von TSE das gesamte Portfolio auf wenigen Seiten ab: Der Bausatz wird auf zwei DIN A4-Seiten erfasst, für Komponenten wie Bordwände oder Hilfsrahmen sind lediglich Eingaben auf einer Seite erforderlich.
Zusätzlich führt der von TSE entwickelte Maß-Konfigurator alle erdenklichen Maße auf, die für Standard‐ und Sonderanwendungen notwendig sind. Das datenbankgestützte Tool (online unter configurator.tse-trailersystems.de) bildet sämtliche erhältlichen Varianten und Optionen ab und prüft bei der Eingabe die Plausibilität, so dass Kunden schnell die passende Konfiguration finden und dem Endkunden gegenüber aussagefähig sind.

An einem Arbeitstag können zwei Monteure einen Bausatz komplett montieren.

Pulverbeschichtung im RAL-Farbspektrum

Seit Anfang 2022 bietet TSE auch eine Pulverbeschichtung über das RAL-Farbspektrum an. Fahrzeugbauer könnten so ihre Durchlaufzeiten weiter verkürzen, da neben der Farbgebung auch vorbereitende und ausgelagerte Tätigkeiten überflüssig werden würden. Des Weiteren bestünde die Möglichkeit, eine passende Plane zum Bausatz zu bestellen. Hier greift TSE auf einen etablierten Partner zurück. So könnten alle technischen sowie grafischen Anforderungen bedient werden.

Zwei Personen, acht Stunden

Ein USP sei laut TSE auch die Zeitersparnis. Beispielsweise konnte das Unternehmen die Montagezeit des Hilfsrahmens durch eine grundsätzliche Vereinfachung um 50 Prozent reduzieren. Auch die Vereinheitlichung von Schraubengrößen und Montagematerial sowie das Verringern der Anzahl an Bauteilen führten zu mehr Übersichtlichkeit und die Beschleunigung der Montage. Hinzu kämen vorgebohrte Montage‐ und Wartungsbohrungen oder Kabeldurchführungen. Früher Arbeitsschritte wie Anzeichnen, Ausmessen, Bohren oder der Werkzeugwechsel seien weitestgehend überflüssig geworden. Letztendlich könnten zwei Personen an einem Arbeitstag einen kompletten Aufbau montieren.