Kupfer und Aluminium – das verträgt sich als Steckverbindung gar nicht, zumindest bis jetzt. Eine spezielle Beschichtung der Verbindungssysteme soll es jetzt möglich machen, Kupfer und Aluminium korrosionsfrei in einem elektrisch-elektronischen Bordnetz einzusetzen.

Heutige Fahrassistenzsysteme verlangen eine umfangreiche Vernetzung verschiedener Komponenten im modernen Automobil. Durch die verwendeten Kupferkabel stellen die diversen Kabelbäume bei vielen Fahrzeugen mittlerweile das zweit- oder drittschwerste Einzelelement nach dem Motor dar.

SMC-Verbindungstechnik aus dem Hause Aptiv soll es ermöglichen, Kupfer in den Leitungen durch Aluminium zu ersetzen. Bild: Aptiv

Um hier massiv Gewicht einsparen zu können, denkt die Industrie seit Langem über den Einsatz von leichten Aluminium-Kabelsträngen nach. Bisher war allerdings die Verbindung von Aluminiumkabeln mit Kupfersteckern nicht nachhaltig, da durch die chemische Reaktion der beiden Elemente sehr schnell Korrosion einsetzt.

Mit der SMC-Verbindungstechnik soll es laut Angaben von Hersteller Aptiv nun möglich sein, Kupfer in den Leitungen durch Aluminium zu ersetzen, ohne dass dieser gefürchtete Effekt auftritt. Aptiv hat die neue SMC-Verbindungstechnik bereits in unterschiedlichen Automodellen diverser Autohersteller erfolgreich getestet.

SMC steht für Selective Metal Coating , eine spezielle Beschichtungstechnologie, an deren Entwicklung für die Verbindungssysteme maßgeblich deutsche Entwicklungs ingenieure mitgearbeitet haben. Die Aptiv-Experten sind zu versichtlich, bereits kurzfristig mit der neuen Technologie die elektrischen Bordnetze in Fahrzeugen um zwei Kilogramm erleichtern zu können. Möglich sind ihrer Meinung nach bis zu 48 Prozent Gewichtseinsparung.