Truckpower: „Renovierung“ von in die Jahre gekommenen Trailern

Aus alt mach neu: Bei der Truckpower-Gruppe kümmern sich drei speziell ausgebildete Techniker um die „Renovierung“ von in die Jahre gekommenen Trailern. Nach Absprache mi dem Kunden werden die gezogenen Einheiten mit modernen Komponenten aufgerüstet. Bild: Truckpower.

Lohnt es sich, den in die Jahre gekommenen Trailer wiederzubeleben? Oder ist es wirtschaftlicher, ihn gleich abzuwracken? Diese Frage können nur Trailer-Spezialisten beantworten. Die Truckpower-Gruppe hat drei davon. Ihr Ziel ist es, Trailer-Besitzer kompetent zu beraten.

Mit zunehmendem Alter des Fuhrparks sieht sich der Nutzfahrzeugbesitzer oder Fuhrparkverantwortliche mit der Frage konfrontiert, ob es sinnvoller ist, gebrauchte Fahrzeuge noch einmal auf einen aktuellen technischen Stand zu bringen – oder es auszumustern. Während bei der ziehenden Einheit immer wieder einmal neue Abgasgesetze oder die Einführung bestimmter Fahrerassistenzsysteme die Entscheidung erleichtern, sind es bei der gezogenen Einheit neben wirtschaftlichen vielfach auch simple technische Gründe, die eine Neuanschaffung erforderlich machen. „Ist beispielsweise die Bremsentechnik des Anhängers nicht mehr aktuell und zudem auch noch defekt, lässt sich eine reibungslose Kommunikation mit der Zugmaschine häufig nicht mehr garantieren. Ein typisches Beispiel sind ABS-gebremste Anhänger, deren Bremsanlage nicht mehr richtig funktioniert oder veraltet ist und nun erneuert werden muss“, berichtet Christian Herrmann, Prokurist der Truckpower Holding GmbH in Mönchengladbach. Vielfach stellt sich laut Herrmann beim Neukauf einer Zugmaschine die Frage, ob nun auch ein neuer Anhänger nötig ist – oder ob es eventuell eine Alternative gibt.

ABS-Vario-Bremsanlage
„Ist beispielsweise bei einer ABS-Vario-Bremsanlage die Elektronik, sprich der Modulator defekt, muss in der Regel die gesamte Bremsanlage erneuert werden. Allerdings gibt es nur noch elektronische Systeme wie VCSII, EBS-E, TEBS oder ähnliche auf dem Markt zu kaufen. Deshalb ist es eine reine Kosten-Nutzen-Rechnung, ob ein alter Anhänger mit defekter Bremsanlage wieder flott gemacht werden oder ein neuer angeschafft werden soll“, weiß Martin Madej, Niederlassungsleiter des Truckpower-Standorts Geueke in Münster. Dem Fachmann zufolge reicht ein simpler Modulator-Tausch nämlich meist nicht aus, damit der Trailer wieder mit der Zugmaschine kommunizieren kann. Während sich die Bremsenmechanik unter Umständen noch beibehalten lässt, müssen bei der Bremsenelektronik zusätzlich diverse neue Komponenten verbaut werden, etwa ein moderner Kabelstrang, Sensorverlängerungen und vieles mehr. „Zudem muss der Modulator von einem beim jeweiligen Bremsenhersteller ausgebildeten Techniker neu kalibriert und an die neuen Gegebenheiten angepasst werden, wozu in den meisten Fällen eine Neuberechnung des Bremssystems erforderlich ist, in die alle relevanten Daten des Anhängers einfließen. Dazu gehören beispielsweise die Achslasten, das Gesamtgewicht, et cetera, die schließlich auf einem Datenblatt erfasst werden müssen“, erläutert Madej. Nach der Parametrierung erfolgen die Inbetriebnahme und die Zulassung zum Straßenverkehr.

EBS-Bremssystem
Dem Fachmann zufolge kann eine solche ,Renovierung‘ aber durchaus auch Vorteile für den Fahrzeugbesitzer oder Fuhrparkmanager mit sich bringen: Demnach lassen sich an ein modernes EBS-Bremssystem eine Reihe technischer Erweiterungen, etwa eine elektronisch gesteuerte Luftfederung, sowie interessante Überwachungsgmöglichkeiten wie Telematik und Rückraumüberwachung andocken. Während die modernisierte Bremsanlage die Fahrsicherheit und den Fahrkomfort erhöht, verbessern der geringere Bremsbelagverschleiß und die Überwachungsmöglichkeiten die Wirtschaftlichkeit des Trailers. „Wer vor der Entscheidung steht, die gezogenen Einheiten im Fuhrpark zu modernisieren, sollte also vorher gut überlegen, ob eine Investition in den alten Anhänger nicht die wirtschaftlichere Alternative darstellt, anstelle einen neuen Hänger zu kaufen. So kann aus ,Alt‘ ganz schnell ;Neu‘ werden“, resümiert Christian Herrmann. Deshalb gebe es in der Truckpower-Gruppe für solche Fragestellungen drei speziell ausgebildete Techniker, so Herrmann.

Truckpower, Mönchengladbach
Tel. 0 21 61 / 9 48 97 22 www.truckpower.de