Rema Tip Top: Reifenschäden umweltfreundlich reparieren mit ‚M-RCF‘-Pflaster

Mit dem lösemittelfreien 'M-RCF“-Reparaturpflaster-System von Rema Tip Top lassen sich Schäden in Nutzfahrzeug-Reifen umweltfreundlich und kostengünstig beseitigen. Links die lösemittelfreie Versiegelung, in der Mitte das Reinigungspulver samt Auftragsbürste, rechts das modulare, zementfrei einzubauende Reparaturpflaster und davor die Spezialkrone zum Rauen der Schadenstelle. Bild: Kuss

Reifen-Reparaturpflaster gehören zum täglichen Handwerkszeug von Reifen-Spezialisten. Gab es bisher hauptsächlich lösungsmittelhaltige Pflaster, bietet Rema Tip Top seit kurzem mit den sogenannten ‚M-RCF‘-Pflastern auch eine lösungsmittelfreie Variante an. KRAFTHAND-Truck hat sich deren Anwendung in der Praxis im Schulungszentrum der Stahlgruber-Stiftung in München angesehen.

Den Anstoß, das ‚M-RCF‘-Pflaster zu entwickeln, gaben laut Detlef Witt, Produktlinienmanager bei Rema Tip Top in Poing, immer schärfer werdende Umweltauflagen, die den Einsatz lösemittelhaltiger Produkte einschränken.
Während die bisherigen Reparaturpflaster-Systeme der Poinger aus dem ‚Liquid Buffer‘, einem flüssigen Reinigungsmittel zum Säubern der Reparaturstelle (vor dem Aufrauen), dem ‚Special Cement BL‘ (zum Einkleben des Pflasters) und dem ‚Innerliner Sealer‘ (zum Versiegeln der Räder der Reparaturstelle) sowie Reparaturpflastern mit reaktiver Bindeschicht bestanden, reduziert sich die neue Reparaturlösung auf den ‚Dry Buffer‘, ein pulverartiges Reinigungsmittel, den ‚Innerliner Sealer lösemittelfrei‘ sowie das neue ‚M-RCF‘-Pflaster, welches sich zementfrei einbauen lässt.
Das Kürzel ‚M-RCF‘ steht für ‚Modular-Radial-Cement-Free‘, wobei ‚modular‘ den Aufbau der Pflaster beschreibt. ‚Sie lassen sich aus weniger Einzelelementen als bisher herstellen. Zudem können wir mit weniger Pflastergrößen einen größeren Bereich an Schäden abdecken‘, erklärt Witt.
Einstufiges Verfahren
Bei dem ‚M-RCF‘-System handelt es sich laut Witt um ein einstufiges Verfahren: Nach dem Ausarbeiten der Schadstelle wird deren Umgebung mittels ‚Dry Buffer‘ und einer Spezialbürste gereinigt, anschließend die Lage des für den jeweiligen Schadensumfang passenden Modul-Pflasters an der Reifeninnenwand markiert und diese schließlich mit einem Spezial-Schleifkopf angeraut. Das Pflaster erhält in der Zwischenzeit in dem zum System gehörenden Wärmekoffer die richtige Montage-Temperatur.
Es wird nach dem Entfernen der Schutzfolie wie markiert platziert und anschließend mit einer temperierten Spezialpresse von innen angedrückt. Bei Bedarf muss der Schaden an der Außensite noch Reparaturgummi verfüllt werden. Ist der Vulkanisationsvorgang abgeschlossen, werden die Ränder mit ‚Innerliner Sealer lösemittelfrei‘ versiegelt und der aufgebrachte Reparaturgummi verschliffen. Laut Rema Tip Top ist das neue Verfahren merklich schneller als das bisherige und bietet zudem mehr Prozesssicherheit.