Oberland Mangold: Reinigungsverfahren ‚ReNew‘ für Dieselpartikelfilter

So gut wie neu: Mit dem von Oberland Mangold entwickelten Reinigungsverfahren „ReNew“ sollen sich beladene DPF ohne Hitzeeinwirkung nahezu zu 100 Prozent wiederaufbereiten lassen. Auch das Filtergehäuse wird aufbereitet. Bilder: Oberland Mangold

Ein neuer Dieselpartikelfilter (DPF) kann mehrere Tausend Euro verschlingen. „Was nicht sein muss, denn mit der Wiederaufbereitung gibt es eine preisgünstige Alternative zum Neukauf“, verspricht Hubert Mangold, Vertriebsleiter beim Abgastechnikspezialisten Oberland Mangold im bayrischen Eschenlohe. Demnach hat der Hersteller von Abgasreinigungssystemen und Nachrüst-DPF-Anlagen mit „ReNew“ ein Reinigungskonzept entwickelt, zu dem nicht nur ein effektives und zertifiziertes Reinigungsverfahren gehört, sondern auch eine praktische Logistik. Beides zusammen soll gewährleisten, dass die meisten Filtertypen innerhalb von 48 Stunden wieder zurück beim Auftraggeber sind – und dies mit einem Kostenvorteil von bis zu 70 Prozent gegenüber einem Neuteil.

In Eschenlohe eingetroffen durchläuft der beladene DPF zunächst ein umfangreiches Prüfprozedere, bei dem die Fachleute unter anderem das Gehäuse und die Beladung des Filterkerns prüfen sowie relevante Daten wie Verschmutzungsgrad und Gegendruck protokollieren. Anschließend werden mit dem „ReNew“-Verfahren nach Unternehmensangaben die eingelagerte Ruß- und Aschepartikel nahezu vollständig entfernt – und dies ohne den DPF zu erwärmen. Das soll vermeiden, dass der Filterkern unnötig thermisch altert.

Die Besonderheit der „ReNew“-Methode ist laut Mangold ein automatisiertes, luftunterstütztes Verfahren, bei dem eine spezielle Düse einen pulsierenden Luftstrom erzeugt und diesen mit großer Kraft auf die Ablagerungen im Filtermodul prallen lässt. Dadurch sollen sich selbst kleinste Partikel zuverlässig lösen – Oberland Mangold verspricht eine Reinigungsleistung „von bis zu 100 Prozent“. Der gesamte Prozess wird elektronisch überwacht und die Effizienz der Reinigung anhand des Durchflusswiderstands vor und nach der „Luftkur“ ermittelt.

Weitere Kundenvorteile soll ein Ringtauschverfahren bieten, das Oberland Mangold demnächst starten will, um Fahrzeugstandzeiten weiter zu verkürzen. Zielgruppe sind demnach Fahrzeugflotten mit mehreren gleichen Modellen, für die kundeneigene Filter vorgehalten werden sollen, um diese bei Bedarf gegen den zu reinigenden zu tauschen – idealerweise, wenn das Fahrzeug sowieso zu einem Service oder einer Reparatur in der Werkstatt steht.

 

Oberland Mangold, Eschenlohe
Tel. 0 88 24 / 92 98 – 0 www.oberland-mangold.de