NSK entwickelt Wälzlagereinheiten weiter

Optimiert: Im Auftrag eines namhaften Getriebeherstellers haben die Lagerexperten von NSK Probleme an dessen Winkelgetrieben analysiert. Als Lösung kommt nun eine vormontierte Lagereinheit mit speziellen Schrägkugellagern zum Einsatz. Bild: NSK

Häufig müssen Zulieferer wie der Wälzlagerspezialist NSK als Problemlöser für die Nutzfahrzeughersteller einspringen – insbesondere wenn es darum geht, die Garantie- und Gewährleistungskosten zu reduzieren und Probleme mit den Nutzfahrzeugkunden zu vermeiden.

So auch im Falle NSK: Unternehmensangaben zufolge hatte ein Hersteller von Bus-Getrieben bei einer bestimmten Baureihe Probleme mit der Lagerung seiner Winkelgetriebeeinheiten und bat, die Ausfallursachen zu analysieren und entsprechende Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

Im Rahmen des „Added Value Program“ (AIP) untersuchten die Lagerexperten von NSK das betroffene Winkelgetriebe und stellen fest, dass die Kombination mehrerer Lagerkomponenten verschiedener Hersteller eine zentrale Ursache für den frühzeitigen Ausfall der Winkelgetriebe war: Schon geringste Ungenauigkeiten bei der komplexen Montage konnten demnach zufolge zu Folgeproblemen führen. Als Abhilfe schlugen sie den Einsatz einer einbaufertigen Flanschlagereinheit vor.

Diese wurde laut NSK kundenspezifisch entwickelt und verfügt unter anderem über spezielle Schrägkugellager mit einem erhöhten Anlaufwinkel, da diese höhere Axialkräfte als bei der ursprünglichen Lösung aufnehmen können. Zudem verfügt die Lagereinheit über eine spezielle Wellendichtung mit Entlüftungsbohrung.

Obschon die optimierten Lagereinheiten laut NSK rund 30 Prozent teurer sind als die zuvor eingesetzten Komponenten, soll der Getriebehersteller mit der Umstellung einerseits aufgrund der vereinfachten Montage und andererseits wegen des geringeren Gewährleistungsaufwands deutlich Kosten sparen können.

NSK Deutschland, Ratingen, Tel. 0 21 02 / 4 81 – 0, www.nskeurope.de