Die Nachschneidemaschine NAZCA in Hannover. Bild: Georg Blenk
Michelin – NAZCA

Eine Frage des Profils

Michelin hat auf der IAA-Transportation erstmals die Reifen-Nachschneidemaschine NAZCA präsentiert. Sie kann laut Michelin mit einem Laserscanner und entsprechender Algorithmen Reifen präzise vermessen, Verformungs- und Verschleißmuster modellieren und die Schnitttiefe steuern. Das System passt die Schnitttiefe über die gesamte Breite und den gesamten Umfang des Reifens in Echtzeit an. So möchte man das Potential des Reifens bis zum letzten Millimeter voll ausschöpfen.

Mit vielen Reifen kompatibel

NAZCA wurde unter realen Bedingungen getestet und könne die Anzahl der von Werkstätten durchgeführten Nachschneidevorgänge deutlich erhöhen. Eine Steigerung der Nachschneidevorgänge in den Betrieben um 30 bis 50 Prozent sei möglich. Gleichzeitig sinkt die erforderliche manuelle Arbeitszeit laut Michelin auf weniger als drei Minuten. Die Nachschneidemaschine ist mit vielen Reifenmarken und -dimensionen kompatibel. Die Voraussetzung ist, dass die Karkasse robust genug und mit dem Label ‚Regroovable‘ versehen ist.

Markteinführung 2027

Rund zwanzig NAZCA-Maschinen werden derzeit europaweit im Pilotbetrieb getestet. Michelin möchte die Maschine 2027 in mehreren Ländern auf den Markt bringen. Die Markteinführung erfolge schrittweise und wird an die spezifischen Marktgegebenheiten angepasst. NAZDA ist Teil des ‚Mehr-Leben-Konzepts‘ von Michelin, dass neben dem Nachschneiden auch die Runderneuerung beinhaltet.

Den Beitrag finden Sie auch in der Print-Ausgabe 4-2026 der Krafthand-Truck.