Deutscher Nutzfahrzeugmarkt im ersten Halbjahr rückläufig

Nachdem der Nutzfahrzeugmarkt im Juni bei gut 27.200 Neuzulassungen und einem Minus von 6,7 Prozent abschließt, fällt im ersten Halbjahr 2013 der Rückgang mit insgesamt minus 10,1 Prozent etwas schwächer aus als im ersten Quartal. Im Vergleich zu den anderen Märkten der EU-Länder ist der Rückgang in Deutschland im ersten Halbjahr voraussichtlich etwas höher.

Dazu VDIK-Präsident Volker Lange: „Angesichts des Mitte April veröffentlichten Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute, das von einem Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen in 2013 ausging, erklären sich die zurückgehenden Zulassungszahlen im Nutzfahrzeugmarkt, insbesondere wenn man registriert, dass der Markt auf einem relativ hohen Vorjahresniveau gestartet ist.“
Die rückläufige Entwicklung im ersten Halbjahr verteilt sich auf alle Gewichtssegmente des Nutzfahrzeugmarktes. Den schwächsten Rückgang verzeichnet das Segment der leichten Nutzfahrzeuge, das ein Minus von 9 Prozent ausweist. Durch das große Zulassungsvolumen dieses Segmentes werden insgesamt die stärkeren Rückgänge der anderen Segmente teilweise kompensiert. Die VDIK-Mitgliedsunternehmen können sich von dieser Entwicklung nicht abkoppeln, stabilisieren allerdings ihren ausgezeichneten Marktanteil von rund 30 Prozent. Traditionell liegt im Bereich der Sattelzugmaschinen der Marktanteil der VDIK?Mitgliedsunternehmen DAF Trucks, Renault Trucks, Scania und Volvo Trucks deutlich höher als im Gesamtmarkt, aktuell steigt er auf über 43 Prozent.
Volker Lange weiter: ‚Der Straßengüterverkehr spielt im Transportsektor mit großem Abstand die wichtigste Rolle. Nachdem öffentlich geworden ist, dass eine neue Mauthöhenverordnung mit günstigeren Mautsätzen für Euro-VI-Nutzfahrzeuge nicht mehr in dieser Legislaturperiode erlassen wird, herrscht bedauerlicherweise für die Spediteure und Hersteller weiterhin Planungsunsicherheit. Der Gesamtmarkt kann sich trotzdem im zweiten Halbjahr allmählich stabilisieren.‘