Redi-Sensor von Continental/VDO
Das Handling der von Continental/VDO entwickelten ‚Redi‘-Sensoren ist bisweilen eine fummelige Angelegenheit. Mit dem passenden Spezialwerkzeug geht das deutlich leichter. Bild: KS Tools
Continental/VDO

Der Umgang mit ‚Redi‘-Sensoren von Continental/VDO

Bei Nutzfahrzeugen gibt es bislang noch keine Reifendruck-Kontrollsysteme-Pflicht, so wie bei der Pkw-Fraktion. Dennoch entscheiden sich immer mehr Nutzfahrzeugbetreiber für ein solches Sicherheitssystem. Für den Service an in die Reifeninnenseite geklebter Drucksensoren ist spezielles Wissen und spezielles Equipment erforderlich.

Die Argumente für ein Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) bei Nutzfahrzeugen – gleichgültig, ob Lkw, Anhänger oder Bus – liegen auf der Hand: Es verhindert nicht nur zeit- und kostenintensive Pannen und Liegenbleiber aufgrund eines Reifenplatzers, weil etwa über einen längeren Zeitraum mit einem zu geringen Fülldruck gefahren wurde, sondern trägt darüber hinaus auch dazu bei, teuren Kraftstoff zu sparen. Denn ein zu geringer Reifenfülldruck verursacht zwangsläufig zusätzliche Walkarbeit, die wiederum den Kraftstoffkonsum in die Höhe treibt. Und je mehr Reifen ‚unterfüllt‘ sind, desto höher ist logischerweise der Mehrverbrauch.

Wegen der wachsenden Akzeptanz und Ausstattungsquote mit RDKS bekommt es der Kfz-Fachmann in Nutzfahrzeug-Werkstätten und auf Speditionshöfen beim Räder- und Reifenwechsel zunehmend mit solchen Systemen und seinen Komponenten, insbesondere den Drucksensoren, zu tun. Ein Sensorsystem, das immer häufiger anzutreffen ist, kommt dabei vom Reifenhersteller Continental. Zwar gehen die Hannoveraner mit den ‚Redi‘-Sensoren ihrer Marke ‚VDO‘ einen eigenen Weg, doch dafür ist dieser insbesondere für Mehrmarkenfuhrparks praktisch: Der Sensor sitzt nämlich in einer auf den Innerliner des Reifens geklebten ‚Tasche‘, dem sogenannten Container. Dadurch lässt sich der Sensor beim Reifenersatz auf simple Weise mitnehmen und an seinem neuen ‚Wirkungsort‘ wiederverwenden. Um den Sensor beim Ein- und Ausbau nicht zu beschädigen, ist allerdings Spezialwerkzeug notwendig.

Der hessische Werkzeugspezialist KS Tools beispielsweise führt unter der Produktnummer 100.1170 ein komplettes Sensor-Service-Werkzeugset in seinem Portfolio. Mit den Werkzeugen aus diesem Satz kann der Lkw- oder Bus-Mechaniker die ‚Redi‘-Sensoren nach Unternehmensangaben beschädigungsfrei, leicht und ohne komplizierte ‚Fingerübungen‘ aus ihrer Befestigung herausnehmen und bei neuen Reifen wieder in den entsprechenden Container einsetzen. Verfügt der Neureifen noch nicht über eine solche ‚Sensor-Tasche‘, lässt sich diese mit den Werkzeugen problemlos und exakt auf dem Innerliner des neuen Reifens platzieren. Auf die selbe Weise lassen sich auch bislang noch ‚RDKS-lose‘ Bestandsreifen entsprechend nachrüsten. Unter der Produkt-Nummer 100.1165 gibt es zudem einen passenden Satz für Pkw- und Transporterreifen mit ‚Redi‘-Sensoren.

Sensor tauschen ohne Fummelei und Schäden

Das Ausbauen, vor allem aber das Einsetzen der ‚Redi‘-Sensoren in den Gummicontainer ist laut Marten Günther, Key Account Manager Division Nfz und Spezialist für Nutzfahrzeug-Werkzeuge bei KS Tools, ohne das passende Werkzeug „eine ziemliche Fummelei“. „Wer ohne passendes Werkzeug versucht, den Sensor in die störrische Umrandung aus Gummi zu pfriemeln, kann dabei sehr viel Zeit verlieren. Und wenn es schlecht läuft, beschädigt man dabei sogar auch noch den empfindlichen Sensor“, warnt der Produktmanager. Besonders praktisch sei der rote Manschettenspreizer, mit dem sich der Sensor mühelos in die Gummiaufnahme drücken lasse, so Günther. Dazu muss der Mechaniker den Spreizer lediglich auf den Container aufsetzen, um dann „wie bei einer Pistole abzudrücken“.

Mit dem ‚Redi‘-Werkzeugset soll das Handling von ‚Redi‘-Sensoren „ein Kinderspiel“, versprechen die Heusenstammer Werkzeugprofis. Denn bei der Erstmontage eines Sensorcontainers sollen die Werkzeuge ihre Vorteile ausspielen, da sich der Sensorcontainer exakt auf der Innenseite der Lauffläche positionieren und festkleben lassen soll. „Anders als beim Pkw müssen die Mechaniker bei Nutzfahrzeugen darauf achten, dass die Sensoren laufrichtungsgebunden sind“, erklärt Günther.