Bosch erweitert KTS Truck-Software um Funktion ‚Fahrzeugkonfigurator‘

Simple Sache: Per ‚Drag & Drop’ beziehungsweise Mausklick lassen sich die gewünschten Systeme auswählen und anordnen. Am Ende lässt sich das Fahrzeug mit einem passenden, selbstgewählten Namen dauerhaft abspeichern. Bild: Bosch

Nutzfahrzeug-Spezialisten, zu deren ‚Patienten‘ auch Busse, Bau- und Landmaschinen, Feuerwehr-, Kommunal-, Off-Highway- und andere Sonderfahrzeuge zählen, stehen bei Service- und Diagnoseaufgaben häufig vor dem Problem, dass das betreffende Fahrzeug in der Datenbank der Diagnosesoftware nicht zu finden ist.

Das liegt laut Jürgen Nappert, Spezialist für Nutzfahrzeug- Diagnosesysteme bei Bosch in Plochingen, daran, dass es sich bei solchen Spezialfahrzeugen und auch vielen Bussen gewissermaßen um Unikate oder Kleinserien handelt, die vom jeweiligen Hersteller beziehungsweise Fahrzeugbauer auf den unterschiedlichsten Chassis aufgebaut und dann je nach Kundenwunsch oder späterem Verwendungszweck mit den verschiedensten Standard- und Spezialsystemen bestückt werden.

So verwendet der spanische Bushersteller Irizar laut Bosch beispielsweise Chassis von MAN, Mercedes- Benz und Scania mit vielen Variationen bei den Motoren, Getrieben und Federungs- und Achskonfigurationen – wodurch es kaum ‚Standardfahrzeuge‘ gibt. Ähnliches gelte für viele andere Hersteller und Fahrzeugbauer, da auch bei diesen die Zahl der möglichen Varianten mittlerweile enorm gewachsen und selbst für Kenner der Marke kaum noch überschaubar ist. Deshalb haben die Nutzfahrzeugdiagnose- Entwickler von Bosch der KTS Truck-Software mit dem so genannten ‚Fahrzeugkonfigurator‘ eine spezielle Funktion spendiert, mit der sich der Werkstattfachmann ’sein‘ Fahrzeug auf simple Art und Weise nach eigenem Gusto quasi selbst zusammenstellen kann.

Dazu wählt er im ‚Fahrzeugkonfigurator‘ der Esitronic-Truck-Software aus der Vorschlagsliste einen für seine Zwecke geeigneten Fahrzeugtyp aus und ergänzt diesen per ‚Drag & Drop‘ um die gewünschten Systeme – und stellt so auf einfache Weise ’sein‘ Fahrzeug selbst zusammen. Alternativ kann er die Auswahl auch über den Motortyp erledigen und die weiteren Systeme ebenfalls per Mausklick hinzufügen. Am Ende kann der Nutzer das Fahrzeug unter einem passenden, selbstgewählten Namen oder dem polizeilichen Kennzeichen in der Datenbank dauerhaft abspeichern. "Die Erfahrung im Markt zeigt, dass diese Funktion gerne angenommen wird", berichtet Jürgen Nappert im Gespräch mit KRAFTHAND-Truck.