Asa: Neue Achskonstruktionen erfordern Umdenken beim Anheben von Lkw

Sicher heben: Beim Anheben von Lkw und Bussen sollten Werkstattfachleute unbedingt die Vorgaben und Empfehlungen des Fahrzeugherstellers bezüglich der zulässigen Aufnahmepunkte beachten. Andernfalls kann es zu Personen- und Sachschäden kommen. Bild: BlitzRotary

Vielfach dient beim Anheben von Nutzfahrzeugen mit dem Grubenheber oder der Unterflur-Hebebühne die Achse als Aufnahmepunkt für den Hubstempel. Bislang war dies bedenkenlos meist zentral in der Mitte des stählernen Achskörpers möglich.

Bei manchen neuen Lkw-Modellen ist jedoch mittlerweile Vorsicht geboten, warnt der ASA-Verband, der Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen e.V. Denn mit den neuen Fahrzeuggenerationen haben sich nämlich häufig auch die Achskonzepte geändert: Viele Nfz-Bauer verwenden bei ihren Lkw-Modellen an der Hinterachse sogenannte „Hohlraumachsen“ oder setzen an der Vorderachse auf die Einzelradaufhängung, ähnlich wie sie bei Pkw und Bussen üblich ist.
Sicheres Heben
‚Dieser Trend hat große Auswirkungen auf das sichere Heben von Nutzfahrzeugen. Werkstätten müssen sich darauf einstellen, dass sie aus der Vergangenheit gängige Aufnahmepunkte nicht mehr verwenden können‘, mahnt Wolf-Erik Schmitt, Leiter des ASA-Fachbereichs Hebetechnik. Unsachgemäßes Ansetzen der Hebemittel den Hebetechnikfachmann zufolge nicht nur die Sicherheit der Werkstattmitarbeiter gefährden, sondern auch Schäden an Achsen – und damit teure Reparaturen – zur Folge haben.
Deshalb seien die Angaben und Empfehlungen der Fahrzeughersteller zu den geeigneten Aufnahmepunkten unbedingt zu beachten – zumal diese dem Fachmann zufolge sogar in Abhängigkeit des Fahrzeugbeladungszustandes variieren können. Der Leiter des ASA-Fachbereichs Hebetechnik rät Werkstattbetreibern daher, bei Grubenhebern und Hebebühnen unbedingt auf die vom Fahrzeughersteller empfohlenen Aufnahmepunkte zu achten und passende Traversen und Lastaufnahmemittel zu verwenden.

ASA-Verband, Ditzingen, www.asa-verband.de