ACV spricht sich gegen Gigaliner in Deutschland aus

Forsa-Studie: 79 Prozent der Deutschen lehnen Gigaliner ab. Foto: Automobil-Club Verkehr

Ein Äußerung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ruft den Widerspruch des Automobil-Clubs Verkehr (ACV) hervor. Der Minister hatte der Deutschen Verkehrs-Zeitung kürzlich gesagt: ‚Ich möchte, dass der Lang-Lkw in den Regelbetrieb geht.‘

Eine generelle Zulassung der Riesenlaster auf deutschen Straßen stößt nun auf Bedenken. Der ACV Automobil-Club Verkehr verweist auf die Ergebnise seiner Forsa-Studie, die er gemeinsam mit Allianz pro Schiene in Auftrag gegeben hat. Insgesamt sprachen sich bei der Erhebung im August 2014 79 Prozent der Befragten gegen eine Zulassung von übergroßen Lastwagen auf deutschen Straßen aus, während 17 Prozent dafür waren.
Damit hat sich die Ablehnung der Gigaliner in der Bevölkerung nach Ansicht des ACV verstärkt: bei der letzten Forsa-Umfrage im Jahr 2011 waren 77 Prozent der Deutschen gegen Riesen-Lkw und 18 Prozent dafür. Als Hauptgründe für ihr Votum nannten die Befragten das größere Unfallrisiko (55 Prozent) und die erhöhten Steuermittel für den Umbau des Straßennetzes (51 Prozent).
47 Prozent der Deutschen gaben als sehr wichtigen Grund an, dass durch den Einsatz von Riesen-Lkw Transporte von der Schiene zurück auf die Straßen verlagert würden, was für die Umwelt schädlich sei.
Forsa-Umfrage
ACV-Geschäftsführer Horst Metzler: ‚Die deutschen Autofahrer haben Angst vor den Riesen-Lastwagen. Der massenhafte Einsatz von übergroßen Lkw auf deutschen Straßen würde sich in der Verkehrssicherheit negativ auswirken.‘
Forderung nach Beendigung des Riesen-Lkw-Test
ACV und Allianz pro Schiene forderten die Bundesregierung auf, den laufenden Riesen-Lkw-Test zu beenden. ‚Der Bund schafft mit diesem Test Fakten und setzt sich darüber hinweg, dass die Menschen in Deutschland keine Riesen-Lkw wollen‘, sagten die Geschäftsführer von ACV und Allianz pro Schiene.