

145 Jahre SAF-Holland – Von der Dorfschmiede zum Weltkonzern
SAF-Holland blickt 2026 auf 145 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Die Wurzeln des Konzerns reichen zurück bis ins Jahr 1881. Heute möchte SAF-Holland mit der Unternehmensstrategie ‚drive2030‘ seine Positionierung als Systemlieferant weiter vorantreiben.

Begonnen hat die Entwicklung 1881 in einer bayerischen Dorfschmiede mit der Konstruktion und Produktion des „Zill’schen Wendepflugs“. 1938 fertigte das Unternehmen die ersten Stahlachsen für landwirtschaftliche Fahrzeuge, 1950 begann die industrielle Fertigung von Achsen für Schwerlastfahrzeuge und 1964 folgte das erste Luftfederaggregat für Trailer. Aus dem Familienbetrieb entwickelte sich die Otto Sauer Achsenfabrik – SAF – zu einem führenden europäischen Hersteller von Trailerachsen und Fahrwerkssystemen.
Parallel begann 1910 in South Dakota die Geschichte von Holland mit einer Sicherheits-Schnellkupplung zwischen Pflug und Pferdegespann. Ab 1940 richtete das Unternehmen seine Aktivitäten auf die Lkw-Industrie aus. 2006 schlossen sich schließlich die deutsche SAF Gruppe und die nordamerikanische Holland Group zu SAF-Holland zusammen.
2023 übernahm SAF-Holland Haldex, einen Hersteller von Brems- und Luftfederungssystemen. 2024 folgten Tecma, Spezialist für Achssysteme und -fahrwerke sowie der italienische Achs- und Federungssystemhersteller Assali Stefen. Bereits zuvor hatte das Unternehmen sein internationales Portfolio unter anderem durch V.ORLANDI, York und KLL erweitert.
Verzahnung des Portfolios

Heute verschiebt sich der strategische Schwerpunkt von SAF-Holland vom weiteren Ausbau des Produktportfolios hin zu dessen Verzahnung. Achs- und Fahrwerkskompetenz, Brems- und Steuerungstechnologie sowie Kupplungssysteme fließen zunehmend in abgestimmte Systemlösungen ein. Für Fahrzeughersteller und Flotten bedeutet das: aufeinander abgestimmte Lösungen und ein zentraler Ansprechpartner für unterschiedliche Anforderungen rund um das Nutzfahrzeug. Die Strategie ‚drive2030‘ setzt hier an: SAF-Holland nutzt sein Portfolio an Achs-, Brems-, Kupplungs- und Fahrwerkslösungen gezielt, um Kunden mit zusätzlichen Produkten und integrierten Systemlösungen als One-Stop-Shop zu bedienen und Cross Selling Potenziale innerhalb der Gruppe zu erschließen. Parallel soll das Ersatzteilgeschäft durch digitale Services und den weiteren Ausbau des Servicenetzwerks gestärkt werden. Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen zudem außerhalb des traditionellen Trailer- und Truckgeschäfts, beispielsweise bei Land-, Bergbau- und Baumaschinen sowie Flurförderzeugen.
Wachstumsziele bis 2030
Bis 2030 strebt SAF-Holland eigenen Angaben zufolge einen organischen Konzernumsatz von mehr als 2,5 Milliarden Euro an. Zusätzliche Beiträge von mindestens 500 Millionen Euro sollen aus Übernahmen kommen, sodass der Konzernumsatz 2030 insgesamt auf mehr als 3 Mrd. Euro steigen soll. Zudem wird eine bereinigte EBIT-Marge von 10 bis 12 Prozent angestrebt. Wachstum soll insbesondere aus der stärkeren Systemlieferantenpositionierung, Cross Selling, neuen Anwendungsfeldern, Technologie- und Innovationsinitiativen sowie einem gestärkten Aftermarket entstehen.







