

Best Practice: FEGA & Schmitt setzt auf E-Lkw und sammelt Erfahrungen
Nach umfangreichen Tests und Wirtschaftlichkeitsanalysen hat die FEGA & Schmitt Elektrogroßhandel GmbH Ende April drei vollelektrische E-Lkw in den regulären Linienbetrieb aufgenommen. Die Fahrzeuge verkehren auf festen Routen zwischen Heilsbronn und den Zielregionen Erfurt, Aschaffenburg und München. Intention sei es, die Praxistauglichkeit elektrischer Nutzfahrzeuge im täglichen Fernverkehr zu erproben. Letztendlich sollen die Betriebskosten und die Emissionen reduziert werden. Ein ‚perfect match!‘
Start in den Regelbetrieb
Die von FEGA & Schmitt eingesetzten Fahrzeuge des Typs Mercedes-Benz eActros 600 verfügen über eine Batteriekapazität von 600 kWh und erreichen laut Hersteller vollbeladen eine Reichweite von 500 Kilometern. Ein erster Belastungstest im realen Betrieb wurde bereits erfolgreich absolviert: So kehrte ein Lkw nach 475 Kilometern erfolgreich mit einer Restladung von 11 Prozent an den Standort Heilsbronn zurück. Auch weitere Fahrten zeigten, dass die kalkulierten Umläufe unter realen Bedingungen zuverlässig abgebildet werden können.
Depotladen: Ladeinfrastruktur zentral am Logistikstandort Heilsbronn
Die Ladeinfrastruktur sei derzeit auf den zentralen Logistikstandort von FEGA & Schmitt in Heilsbronn südlich von Nürnberg konzentriert. Hier installierte der Elektrogroßhändler zwei neue PRO.mobility-Schnellladesäulen mit Leistungen von 200 kW sowie 400 kW. Während die Touren der neuen E-Lkw nach München und Aschaffenburg vollständig von dort aus bedient werden, agiert Heilsbronn auf der Strecke nach Erfurt zusätzlich als Zwischenladepunkt. Mit eichrechtskonformes Abrechnungssystem bietet PRO.mobility habe man gute Erfahrungen gemacht. Es überwacht Ladevorgänge, stellt Kosten transparent dar und ermöglicht automatisierte Abrechnungen. Die Nutzer behalten über App und Plattform die Kontrolle über Ladekarten und Stationen.

Kostenstruktur, Mautbefreiung und Emissionen als positive Treiber
Die Entscheidung für den Einsatz von E-Lkw sei den Angaben zufolge sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch motiviert gewesen. Schwankende Dieselpreise erschwerten die Kalkulation konventioneller Transporte zunehmend. Zudem rückt die Reduktion von Schadstoffemissionen weiter in das Bewusstsein von Unternehmen, Kunden und Lieferanten. Hinzu kommt der Fakt, dass elektrisch betriebene Lkw aktuell von der Lkw-Maut befreit sind.
Schrittweiser Ausbau geplant
Langfristig verfolgt FEGA & Schmitt das Ziel, den Anteil elektrischer Fahrzeuge im eigenen Netzwerk schrittweise auszubauen. Dabei steht neben der technischen Machbarkeit insbesondere die Integration in bestehende Logistikprozesse im Fokus. Im Rahmen des aktuellen Einsatzes sammelt FEGA & Schmitt derzeit valide Daten für den wirtschaftlichen und operativen Vergleich zwischen konventionellen und elektrischen Antrieben.





