Reisch unterzieht die Stahlrahmen seiner Trailer einem vierstufigen Prozess, um Korrosion zu vermeiden und die Dauerhaltbarkeit zu steigern. Bild: Reisch
Trailer/Aufbauten

Reisch setzt auf vierstufiges Veredelungssystem für Stahlrahmen

Längere Einsatzzeiten, höhere Belastungen und steigende Nachhaltigkeitsanforderungen verlangen bei Nutzfahrzeugen nach robusteren und wirtschaftlicheren Fahrzeugkonzepten. Die Reisch GmbH, Spezialist für Anhänger, reagiert darauf mit einer Weiterentwicklung ihres Rahmenbau-Prozesses auf Basis von Strahlen, Metallisieren, Grundieren und Lackieren.

Als Teil der BENALU Gruppe verfolgt Reisch eigenen Angaben zufolge eine langfristige Nachhaltigkeitsstrategie. Während BENALU seit Jahren auf Aluminiumrahmen mit natürlicher Korrosionsbeständigkeit und geringem Gewicht setzt, überträgt Reisch diesen Absatz konsequent auf den Stahlrahmen. Ziel sei es, die Lebensdauer der Fahrzeuge zu erhöhen, Reparaturaufwände zu reduzieren und den Werterhalt nachhaltig zu sichern.

„Wir betrachten Korrosionsschutz nicht als reines Lackthema, sondern als Lebensdauer-Thema“, erklärt Artur Neubauer.

Der Veredelungsprozess

Der neue Veredelungs-Prozess basiert auf einem systemischen Ansatz. Zunächst wird der Rahmen gestrahlt, um Verunreinigungen zu entfernen und eine definierte Oberflächenstruktur zu erzeugen. Anschließend folgt die Metallisierung mit einer aufgespritzten Zink-Aluminium-Schicht. Darauf wird eine Grundierung aufgebracht, die den Schichtverbund stabilisiert und die Haftung des Lacks verbessert. Den Abschluss bildet die Lackierung als Versiegelung und optische Oberfläche. Durch diesen mehrstufigen Aufbau entstehe ein robustes Schutzsystem, das laut Neubauer deutlich widerstandsfähiger ist als klassische Einzellösungen. Besonders in mechanisch beanspruchten Bereichen wie Kanten, Kontaktzonen und Steinschlagzonen biete der Aufbau Vorteile im täglichen Betrieb.

Reparierbarkeit

Ein weiterer zentraler Aspekt sei laut Neubauer die Reparierbarkeit. Beschädigungen könnten lokal instand gesetzt werden, ohne komplette Bauteile oder große Flächen neu beschichten zu müssen. Dies reduziere Stillstandzeiten, senke Wartungskosten und verbessere die Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Flotteneinsatz. Reisch ergänzt den neuen Prozess durch eine 5-Jahres-Garantie auf den Korrosionsschutz, gültig bei bestimmungsgemäßem Einsatz. Ausgenommen seien Schäden durch mechanische Einwirkungen, Unfälle, nachträgliche Umbauten sowie unterlassene Nachbesserungen.