Reifendruck-Kontrollsysteme / Sensoren in der Werkstattpraxis: Ein Thema und mindestens zwei Lösungen

Unzählige Reifendrucksensoren/Ventillösungen sind auf dem Markt - jede mit einer eigenen ID. Bild: Blenk

Nach ECE-R64 müssen ab November 2012 alle neu homologisierten Fahrzeuge mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS/TPMS) ausgestattet sein. Ab November 2014 dann alle neu zugelassenen Pkw. Was in den USA und Kanada schon seit September 2007 gang und gäbe ist, kommt schneller auf die Reifenmontage-/Kfz-Betriebe zu, als manch einem lieb sein mag. Wie gehe ich mit defekten Radsensoren um? Wie montiere – und vor allem initialisiere ich neue Radsensoren nach der Umbereifung? Muss ich zahllose Sensoren auf Lager halten?

Im Rahmen des jüngsten Stahlgruber-Reifen-Roundtable, der am 22.3.2012 in Poing bei München stattfand, präsentierten zwei Vertreter namhafter Ventilhersteller ihre Lösungsansätze, speziell für den Automotive-Aftermarket.

So stellte Christian Markert, Entwickler für TPM-Systeme bei der Alligator Ventilfabrik GmbH das sogenannte ‚Sens.it‘-System vor. Ein Universal-Sensor dient als Ersatz für zahllose individuell-programmierte OE-Sensoren verschiedenster Hersteller. Eine serverseitig zur Verfügung stehende Software sorgt über ein Programmier-Pad für die Initialisierung des ‚Sens.it‘ – je nach Hersteller und Fahrzeug. Nötig ist dabei lediglich die individuelle Sensor-ID. Alligator verspricht dabei eine sehr hohe Fahrzeug-Abdeckung. Parallel zum eigentlichen Sensor verwendet Alligator hochwertige, eloxierte Aluminium-Ventile, die im Anstellwinkel verstellbar und in verschiedene Farben erhältlich sind.

Auch Schrader, ein internationaler Ventilspezialist, der zur Tomkins-Gruppe gehört (u.a.Gates), präsentierte mit dem EZ-Sensor seine Universallösung. Der Unterschied: Schrader verwendet am Universalsensor Snap-in-Ventile. Ein vollständiges Diagnosetool dient am Fahrzeug zum Auslesen der einzelnen Sensordaten und vor allem zur Initialisierung der Universalsensoren. Schrader vespricht bereits jetzt eine Marktabdeckung von 80 Prozent. Ende des Jahres sollen annähernd einhundert Prozent bei Volumenfahrzeugen erreicht werden.

Für beiden universellen Sensor-/Ventilsysteme (direkte RDKS) stehen diverse Reparatursets für den Aftermarket zur Verfügung.

Fakt ist: Die Themen Neueinbau, Austausch sowie Initialisierung von Reifendrucksensoren kommen in nicht allzu langer Zeit auf die Kfz-Betriebe zu – und dies in geballter Form. Es gilt also gewappnet zu sein. Es winkt in einem von selbst steigenden Markt ein lukratives Zusatzgeschäft.

Einen detaillierte Bericht zu den beiden Sensor-Austauschlösungen, das notwendige Equipment und Zubehör lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben der KRAFTHAND.

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