Die eigens entwickelte Fahrdynamikregelung des Mover erlaubt eine individuelle Ansteuerung jedes Radmoduls. Außerdem werden die Fahrdynamikregelung (ESP), Drehmomentverteilung zwischen den angetriebenen Rädern (Torque Vectoring) und die Allradlenkung zusammengeführt. So lassen sich seitliche Bewegungen annähernd ohne für die Passagiere spürbare Querkräfte umsetzen; sehr angenehm für beispielsweise lesende Fahrgäste.

Wartungsbedarf wird im Voraus erkannt

Da die Vernetzung bei autonomen Stadtfahrzeugen eine entscheidende Voraussetzung für den reibungslosen Betrieb ist, haben sich die Experten von Schaeffler auch hier etwas einfallen lassen: Zum Konzeptfahrzeug gibt es einen digitalen Zwilling, der ein Abbild des realen Fahrzeugs in der Cloud darstellt. Durch eine laufende Analyse der Betriebs- und Zustandsdaten lässt sich so zum Beispiel künftiger Wartungsbedarf mit zeitlichem Vorlauf erkennen.

Bei all der Zukunftsmusik stellt sich für viele jedoch auch bei einem solchen Fahrzeug die Frage nach technischen Leistungsdaten. Was die Dauerleistung angeht, so gibt jeder der Traktionsmotoren an den vier Radmodulen bei 300-V-Betriebsspannung 13 kW ab. Zeitlich begrenzt ist eine Spitzenleistung von 25 kW drin. Das Nenndrehmoment von 250 Nm pro Motor lässt sich kurzzeitig verdoppeln.

Den Machern der Zukunftsstudie zufolge soll es nicht bei einem Konzept bleiben, vielmehr soll es sukzessive weiterentwickelt werden. Für das laufende Jahr ist sogar geplant, dass ein fahrbereiter Prototyp einschließlich Kabine und Klimatisierung an den Start geht.

Das urbane Fahrzeugkonzept Mover.Bild: Schaeffler