ZDK-Halbjahresumfrage

Werkstattgeschäft bleibt Stabilitätsanker

Die Anzahl an Reparatur- und Wartungsaufträgen der befragten Kfz-Betriebe bleibt weitgehend gleich. Bild: ProMotor/T.Volz

Eine aktuelle ZDK-Umfrage bei knapp 400 Werkstätten und Autohäusern zeigt, dass die Lage im deutschen Kfz-Gewerbe vorerst angespannt bleibt. Der Fahrzeughandel steht weiter unter Druck, während sich das Werkstattgeschäft als stabilisierender Faktor erweist. Zugleich gewinnt die Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen deutlich an Dynamik, so der Branchenverband. Besonders positiv entwickelt sich der private BEV-Markt: Hier erwartet der ZDK für das laufende Jahr über 370.000 Neuzulassungen – etwa doppelt so viele wie 2025.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen: Die mehrheitlich kleinen und mittleren Betriebe stellen sich auf die Veränderungen im Markt ein und treiben den Wandel aktiv voran. Gleichzeitig kämpfen sie jedoch mit steigenden Kosten, knappen Margen und hohen Investitionsanforderungen. Bislang können die positiven Signale bei der E-Mobilität die insgesamt angespannte Geschäftslage nicht überdecken. Den Angaben zufolge bewerten 44 Prozent der befragten Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage schlechter oder eher schlechter als zu Jahresbeginn, nur 18 Prozent sehen eine Verbesserung. Bei den Umsatzerwartungen offenbaren sich ähnliche Werte: 45 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung, nur 22 Prozent mit einer Verbesserung.

Robuster zeigt sich das Reparatur- und Wartungsgeschäft. Rund 45 Prozent der befragten Kfz-Betriebe melden eine unveränderte Auftragslage, etwa 26 Prozent eine Verbesserung und knapp 30 Prozent eine Verschlechterung. Aftersales, Teilegeschäft und Kundenbindung bleiben damit wichtige Ertragssäulen, stehen aber ebenfalls unter Kosten- und Margendruck, so der ZDK.

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