Falsches Anzugsdrehmoment

Undichte Luftfedern sind oft hausgemacht

Manchmal lassen sich Undichtigkeiten bei Luftfedern ganz einfach vermeiden. Bild: Bilstein

Für verschiedene Anzugsdrehmomente an Luftfedern und Luftfedermodulen gibt der Fahrzeughersteller konkrete Werte vor. So weit so gut. Kfz-Profis neigen allerdings oft dazu, eine Verschraubung eher etwas zu fest anzuziehen. Selbst wenn der Drehmomentschlüssel klickt, dreht so mancher Mechaniker sicherheitshalber noch ein paar Millimeter weiter.

Laut Federungsspezialist Bilstein müssen die vorgeschriebenen Anzugsdreh- momente aber gerade bei den Druckluftanschlüssen und den Restdruckhalteventilen (RDHV) unbedingt eingehalten werden. Die Missachtung der Vorgaben kann wichtige Bauteile wie den Dichtungsring zerstören – Undichtigkeiten im Luftfedersystem sind somit vorprogrammiert.

Die meisten Fahrzeughersteller schreiben ein Anzugsdrehmoment von 2 Nm bis 5 Nm je nach Fahrzeugtyp an den Druckluftanschlüssen vor. Aber Vorsicht: Teilweise ändern sich diese Werte nach ihrer Erstveröffentlichung auch noch. Vor einer Reparatur sollten Werkstätten die vorliegenden Daten deshalb unbedingt auf Aktualität prüfen.