Motor- und Airbagprobleme

Fiat Chrysler Automobiles (FCA) ruft seitEnde 2017 die SUV-Kombis Jeep Patriot(MK) und Compass (MK), jeweils aus dem Bauzeitraum 8. Mai bis 12. Juli 2016 in die Werkstätten zurück. Mög licherweise wurden Unternehmens angaben zufolge eine oder mehrere Steckverbindungskontakte des Kurbelwellen- und/oder Nockenwellensensors unsachgemäß hergestellt. Dadurch kann es zu einer zeitweilig unterbrochenen Verbindung kommen, was wiederum zu einem nicht anspringenden oder während der Fahrt ausgehenden Motor und/oder dem Aufleuchten der Systemkontrollleuchte (MIL) führt. Ein Motorausfall während der Fahrt kann ohne Vorwarnung zu einem Unfall führen.

Als Abhilfemaßnahme tauschen die Werkstätten die fehlerhaften Steckverbindungen und Kontakte des Kurbelwellen- und/oder Nockenwellensensors aus. Hierfür veranschlagt der Importeur rund 1,7 Stunden Arbeitszeit. Eine ausgeführte Maßnahme wird mit dem internen Code S89 im Hersteller-Werkstattsystem dokumentiert. Zur genauen Anzahl der betroffenen Jeep-Modelle machte der Unternehmenssprecher keine Angaben.

Durch einen Fehler im Insassenschutz-Steuergerät können an beiden Modellen eventuell die Airbags und Gurtstraffer bei einem Unfall nicht wie vorgesehen auslösen. Das Steuergerät für die Insassen-Rückhaltesysteme ORC (Occupant Restraint Controller) könnte möglicherweise aufgrund eines ungünstigen Potenzialausgleichs, verursacht durch die Aufprallsensoren, im Fall eines Unfalls die Auslösung der Airbags und Gurtstraffer nicht korrekt initiieren“, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber KRAFTHAND. Dies könnte das Verletzungs risiko der Insassen erhöhen oder gar zum Tod führen.

Als Abhilfe tauschen die Werkstätten das Steuergerät aus. Das Problem betrifft weltweit über 1,9 Mio. Exem plare. In Deutschland wurden modell übergreifend 5.290 SUV-Kombis, aus dem Bauzeitraum 14. Februar 2009 bis 13. August 2014, in den Verkehr gebracht. Für die Prüfung und den Austausch des Steuermoduls sind circa eine Stunde Arbeitszeit veranschlagt. Der interne Code lautet S61.


Airbag-Kopfweh

Škoda hat Mitte Januar 2018 einen Rückruf für den Yeti-Nachfolger Karoq gestartet. Bei dem Kompakt-SUV, gebaut in 2017 bis einschließlich 19. November 2017, wurden A-Säulenverkleidungen verbaut, bei denen an der Innenseite ein Fleece geklebt ist. Bei Temperaturen unter 0 °C löst sich möglicherweise das Fleece. Es dient Unternehmensangaben zufolge dazu, dass bei der Aktivierung des Kopfairbags die Verkleidungsteile der A-Säule nicht vollständig abbrechen. Sollte sich das Fleece lösen, könnten bei der Aktivierung des Kopfairbags die abgebrochenen Teile der Verkleidung in den Fahrgastraum eindringen und Personen im Fahrzeug verletzen.

Als Abhilfemaßnahme ersetzen die Werkstätten die A-Säulenverkleidung vorne links und rechts. Betroffen sind in Deutschland 3.340 Fahrzeuge (weltweit 8.824). Rund 30 min Arbeitszeit veranschlagt der Fahrzeughersteller für die Aktion. Eine ausgeführte Maßnahme ist erkennbar anhand eines Aktions aufklebers im Bordbuch und im Kofferraum des Fahrzeugs. Der interne Code lautet 70G7. Der Fehler wurde durch die interne Qualitätskontrolle erkannt.


Problematische Lenkanlage

Mercedes-Benz ruft seit einiger Zeit die G-Klasse (W463) aus dem Bauzeitraum Juni 2012 bis Januar 2017 zurück. Aufgrund eines nicht ausreichenden Anzugsdrehmoments der Verschraubung der Lenkungskupplung kann bei erhöhter Krafteinleitung die Kreuzgelenkverzahnung übermäßig verschleißen. Im Extremfall ist das Fahrzeug nicht mehr lenkfähig, was die Gefahr eines Unfalls erhöht. Der Werkstattaufenthalt für den Tausch des Kreuzgelenks der Lenkung wird Unternehmensangaben zufolge rund 90 min in Anspruch nehmen. Die Maßnahme läuft unter dem Aktionscode 4692142.