ZDK-Forderung

Hersteller sollen Dieselnachrüstung flächendeckend fördern

ZDK-Präsident Jürgen Karpinski: "Es macht wenig Sinn, die Förderung der Umrüstmaßnahmen auf 15 Städte und deren Grenzregionen zu beschränken." Bild: Promotor

Nachdem lange bei der Zulassung von Hardware-Nachrüstsystemen für Euro-5-Diesel nichts passiert ist, hat das KBA inzwischen für zahlreiche Modelle Homologationen erteilt (KRAFTHAND berichtete). Vor diesem Hintergrund fordert der ZDK, dass die Autobauer die Nachrüstung von SCR-Systemen flächendeckend fördern sollen. Wie der Verband für das Kfz-Gewerbe mitteilt, könne nun, nachdem ein Nachrüstsystem für 60 Fahrzeugmodelle aus dem Volkswagen-Konzern freigegeben worden ist, die Nachrüstung endlich Fahrt aufnehmen.

„Es macht aber wenig Sinn, die Förderung der Umrüstmaßnahmen auf die 15 Städte und deren Grenzregionen zu beschränken, die von Grenzwertüberschreitungen bei Stickoxiden betroffen sind. Das führt zu einem regionalen Ungleichgewicht bei Handel und Verbrauchern. Der Handel mit gebrauchten Fahrzeugen macht vor Emissionsgrenzen nicht halt“, so Jürgen Karpinski.

Denn, so gibt der ZDK-Präsident zu bedenken: „Was machen Dieselfahrer, die aus nicht betroffenen Regionen in die besagten 15 Städte fahren müssen und noch nicht über ein Fahrzeug mit Zufahrtsberechtigung verfügen? Und was machen die Händler außerhalb dieser Zonen mit ihren Bestandsfahrzeugen?“ Daher müssten die Hersteller ausnahmslos jeden Halter eines Euro-5-Dieselfahrzeugs, der eine Hardwarenachrüstung durchführen lassen wolle, fördern.

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