Remanufacturing

Die Alternative zum Originalteil

Macht heute keine Werkstatt mehr: Anlasser zerlegen und etwa Kohlen oder Lager austauschen. Bilder: Borg Automotive

Die Technik entwickelt sich weiter

Weil der Markt nicht nur nach wiederaufbereiteten Produkten für alte Fahrzeuge verlangt, sondern neuere Autos ebenso abgedeckt sein wollen, muss auch ein Remanufacturer sich stetig weiterentwickeln. Lars Hähnlein erklärt: Innovation ist für uns das A und O. Wir sehen uns die neuesten Generationen der Produkte an, wie sie von den Erstausrüstern auf den Markt gebracht werden, und bauen gezielt das Know-how auf, das für die professionelle Wiederaufarbeitung neuer Technologien erforderlich ist.“

So umfasst das Borg-Sortiment heute bereits Lichtmaschinen mit Local-Interconnect-Network(LIN)-Schnittstelle oder Freilaufriemenscheiben (OAP) zum Verringern von Drehschwingungen. Ebenso gibt es Anlasser mit Generatoreinheit im Programm, die die Lichtmaschine ersetzt – StARS und i-StARS lassen grüßen.

Und erst kürzlich brachte der Dienstleister den Anlasser 25-5090 (OE-Teile-Nr. TS18E44) und die Lichtmaschine 28-7695 (OE-Teile-Nrn. 0125811089, 0125811090 und FG18T159) auf den Markt. Der 25-5090 ist ein idealer Ersatz für das Originalteil im Ford Fiesta VI 1.0 EcoBoost und dem Ford Focus III 1.0 EcoBoost. Die Lichtmaschine 28-7695 ist erste Wahl für 25 Modelle der Marken Škoda, Seat, Audi und Volkswagen, die ab 2014 produziert wurden. Unter ihnen auch der 2017 eingeführte Škoda Kodiaq 2.0 TDI.

Dazu Jens Hähnlein: Die Fahrzeuge werden immer komplexer, und damit auch die Teile, mit denen wir arbeiten. Doch mit rund vier Jahrzehnten Erfahrung im Markt und den richtigen Menschen an den richtigen Stellen gehen wir das Entwicklungstempo mit.“

Wissen

Remanufacturing: nachhaltige Alternative

Lange Zeit galten wiederaufbereitete Teile als kostengünstige Lösung für zeitwertgerechte Reparaturen. Mittlerweile ist auch der Umweltaspekt in den Fokus gerückt, denn Remanufacturing bietet auch ökologische Effekte: Laut der Automo tive Parts Remanufacturer Association (apra), der Interessensvertretung der Remanufacturer im Automobilsektor, spart die Methode Millionen Tonnen Rohmaterialien wie Eisen, Aluminium und Kupfer – verladen auf einen Güterzug, ergäbe es 155.000 Waggons.

Nicht zuletzt kam laut Borg das Fraunhofer Institut zu dem Schluss: Das weltweite Remanufacturing ersetzt die Stromproduktion von fünf Kernkraftwerken und leistet so einen erheblichen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen.