Continental: Fahrzeug bremst nach Unfall mit ‚Post-Crash-Braking‘ selbständig

Folgen abgemildert: Eine Gegenüberstellung ohne und mit ‚Post-Crash-Braking’-Technologie zeigt den deutlich weniger spektakulären Unfallablauf. Bild: Continental

Knapp ein Viertel aller Pkw-Unfälle mit Personenschaden in Deutschland gehen laut ADAC-Unfallforschung auf Mehrfachunfälle zurück. So kommt es nach einer ersten Kollision, wie beispielsweise einem Heckaufprall oder einer Kollision mit einer Leitplanke, oftmals zu weiteren Folgeunfällen, weil der Fahrer selbst nicht mehr in der Lage ist, sein Fahrzeug kontrolliert zum Stehen zu bringen.

Continental hat zusammen mit einem deutschen Automobilhersteller mit der ‚Post-Crash-Braking’-Technologie als Teil des Sicherheitskonzepts ‚ContiGuard’ ein System entwickelt, das Folgeunfälle verhindern oder zumindest in ihrer Wirkung abschwächen soll und so die Gefährdung der Fahrzeuginsassen und die der anderen Verkehrsteilnehmer reduziert.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Airbag-Sensorik. Die ‚Safety Control Unit’ (SCU) erkennt aus den Signalen der Crashsensoren eine Kollision unabhängig von der eigenen Fahrzeuggeschwindigkeit und sendet über das bordeigene Datennetz ein Signal an das elektronische Bremssystem. Das System auf Basis der ESC-Technik (elektronische Stabilitätskontrolle) bremst daraufhin das Fahrzeug nach dem Zusammenprall selbstständig ab, auch wenn der Fahrer das Bremspedal gar nicht betätigt.

Das System gibt die Kontrolle jederzeit wieder an den Fahrer zurück, falls dieser nach der Kollision Gas gibt oder eine Vollbremsung durchführt. Ohne Eingriff des Fahrers bremst es das Fahrzeug bis in den Stillstand ab.

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