Rekordwert beim Umstieg von Verbrenner auf Elektro

Das HUK-E-Barometer zeigt, wie viele Autofahrer und welche Personengruppen auf E-Fahrzeuge wechseln.
Aufgrund einer sprunghaften Zunahme im März haben im ersten Quartal 2026 so viele Privatpersonen in Deutschland wie nie von einem Verbrenner zu einem E-Auto gewechselt. Das zeigt das aktuelle E-Barometer der HUK-Coburg, das seit 2020 die Häufigkeit von Antriebswechseln untersucht.
So war ein Umstieg zum E-Auto bei 7,5 Prozent aller Fahrzeugwechsel im ersten Quartal der Fall (Vorquartal 6,3 %). Gegenüber dem Gesamtjahr 2025 bedeutet das eine Zunahme um mehr als ein Drittel. Noch deutlicher ist der Sprung beim Blick auf den Monat März: Hier lag die Quote um mehr als 60 Prozent höher als im Gesamtjahr 2025 (8,9 % zu 5,5 %). Bei Autofahrern unter 40 Jahren verdoppelte sie sich sogar beinahe (7,8 % zu 4,0 %).
Die Gründe
Rund jeder fünfte Studienteilnehmer mit Führerschein gab im ersten Quartal 2026 für sich an, dass die neue staatliche Förderung von E-Autos direkte Auswirkung habe: 11 Prozent möchten „erstmals über die Anschaffung eines E-Autos nachdenken“. Weitere 7 Prozent wollen „eine geplante Anschaffung durch die neue Förderung wahrscheinlich vorziehen“.
Bei Autofahrern unter 40 Jahren stößt die Förderung fast dreimal so häufig auf eine positive Resonanz wie bei älteren Autofahrern (31 % zu 12 %). Auch Eltern minderjähriger Kinder äußern sich deutlich häufiger positiv (32 % zu 14 % bei Personen ohne minderjährige Kinder). In beiden Gruppen wird dreimal häufiger geplant, „ein reines E-Auto wahrscheinlich früher als bisher vorgesehen anzuschaffen“, als in den Referenzgruppen.
Die eigene Fahrerfahrung spielt eine wichtige Rolle für die positive Resonanz auf die staatliche Förderung. So erklären die Befragten, die noch nie ein E-Auto gefahren haben (etwa 2/3), nur zu 12 Prozent, dass sie aufgrund der E-Förderung ihre eigenen Anschaffungspläne wahrscheinlich ändern möchten oder diese Auswirkungen auf sie hat. Bei denen, die schon einmal einen E-Pkw gefahren haben, liegt die Quote fast doppelt so hoch (22 %). Bei E-Auto-Besitzern beträgt sie sogar 53 Prozent.
Tatsächliche Wechsel
Die Umstiege im März 2026 bestätigen diesen Trend: Sie erhöhten sich bei den unter 40-jährigen Autofahrern um 95 Prozent gegenüber dem Gesamtjahr 2025. Auch bei allen Befragten, die zur Miete wohnen, betrug das Plus 86 Prozent. Zugleich zeigt sich, dass preisgünstigere E-Autos tendenziell im Fokus sind – vor allem von ausländischen Herstellern.
Außerdem legten im März 2026 die Zulassungen von Neuwagen prozentual kräftiger zu als bei elektrischen Gebrauchtwagen. Realistisch ist für die HUK-Coburg daher die Prognose, dass sich der Gesamtabsatz an E-Autos (neu und gebraucht) im Gesamtjahr 2026 weiter erhöhen wird.

Hinweis zur Methodik: Das E-Barometer basiert auf den Versicherungszahlen der HUK-Coburg sowie einer repräsentativen Online-Umfrage. Mit 14,5 Millionen Fahrzeugen und einem Marktanteil von fast einem Viertel an privat zugelassenen Kfz bietet der Versicherer valide Daten für die Analyse der Verbreitung und Akzeptanz verschiedener Antriebsarten und Fahrzeugwechsel. Die zusätzlich erhobene repräsentative Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland bundesweit durchgeführt. 4.114 Personen ab 16 Jahren nahmen zwischen dem 21.1. und 18.2.2026 daran teil.







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