Rückrufe für diverse Mercedes-Baureihen, den 208 von Peugeot sowie Transporter aus dem Stellantis-Konzern

Probleme mit dem Vortrieb, der Hupenlautstärke und dem Geschwindigkeitsassistenten

Krafthand informiert regelmäßig über Rückruf- und Serviceaktionen der Fahrzeughersteller sowie deren Abhilfen. Dieses Mal geht es um diverse Mercedes-Baureihen, die Modellreihe 208 von Peugeot sowie verschiedene Transporter-Modelle aus dem Stellantis-Konzern.

Nicht zu laut, sondern zu leise: Teile der zweiten 208er-Generation von Peugeot müssen zum Rückruf, weil das Brüllen – sprich Hupen – des Löwen zu sanft ausfällt. Bild: Peugeot

Nur die 4-Matic-Allrad-Modelle der Mercedes-Baureihen 213 (E-Klasse), 217 (S-Klasse-Coupés), 222 (S-Klasse), 238 (E-Klasse Coupé- und Cabriolet), 253 (GLC) sowie 257 (CLS) sind von einem Rückruf aufgrund eines möglichen Vortriebsverlusts betroffen. Laut Hersteller kann es bei bestimmten Fahrzeugen zu erhöhtem Verschleiß am vorderen Kreuzgelenk kommen. Verliert das Bauteil Schmiermittel, droht ein Bruch. Dann könne die Kraftübertragung zur Vorderachse plötzlich ausfallen, da die die Verbindung zwischen Verteilergetriebe und Vorderachsgetriebe nicht länger gewährleistet ist. Die Vertragswerkstätten prüfen die Gelenkwelle und ersetzen sie bei Bedarf. Für die Arbeiten kalkuliert Mercedes bis zu fünf Stunden. Das KBA führt die Maßnahme unter Code 4090108. In Deutschland umfasst sie rund 37.000 Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum 1. Oktober 2017 bis 19. Dezember 2019. Weltweit sind es über 200.000. Eingrenzbar ist die Aktion je nach Modell auf verschiedene Motoren aus dem Spektrum M176, M276, OM642, OM651 und OM656. Kunden und ihre Werkstätten können online prüfen, ob ein konkretes Fahrzeug betroffen ist: www.mercedes-benz.de/passengercars/services/recall.html.

Deutlich mehr Autos, weltweit über 610.000, muss die Stellantis-Marke Peugeot in die Vertragsbetriebe einbestellen. Die Modellreihe 208 der Baujahre 2019 bis 2022 hat ein Designproblem: Durch zu enge Bauraumtoleranzen fehlen der Hupe drei Dezibel. „Während der CoP-Prüfung lagen die erreichten Werte unter der Vorschrift: 84 dB gegenüber den mindestens erforderlichen 87 dB“, erklärte eine Konzernsprecherin auf Anfrage. Bei der Conformity of Production (CoP) kontrollieren Behörden, ob Serienfahrzeuge dem typgenehmigten Zustand entsprechen. Die enge Positionierung des Signalhorns nahe Stoßfänger und Frontscheinwerfern samt Kabelsträngen dämpft die akustische Leistung. Der Rückruf mit der internen Kennung MYU gilt hierzulande für rund 35.000 Exemplare. Der Tausch des Signalhorns dauert der Sprecherin zufolge etwa 20 Minuten.

Und nochmal Stellantis: Der Konzern muss verschiedene Transporter-Modelle zurückrufen, weil der intelligente Geschwindigkeitsassistent (ISA) doch nicht so schlau ist, wie erhofft. Denn er verwendet die Geschwindigkeitsbegrenzung für Pkw statt für Nutzfahrzeuge. Damit werden regulatorische Vorgaben nicht erfüllt, wodurch Software-Updates für die Frontkamera (HALF) sowie das Karosseriesteuergerät (BCM) nötig werden. Diese Aktualisierungen dauern laut Konzernsprecherin 25 bis 40 Minuten. In Deutschland sind es 24.530 Fiat- Scudo, Ducato und Doblo, 15.742 Opel Vivaro, Movano und Combo, 5.887 Peugeot Expert, Partner, Boxer und Rifter, sowie 5.852 Citroën Berlingo, Spacetourer, Jumpy und Jumper aus dem Bauzeitraum November 2023 bis April 2025. Weltweit geht es um mehr als 230.000 Einheiten. Die internen Kürzel der Maßnahmen: F52M, KTJ, MZE und GN6.

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