Rund um den Klimaservice haben es Kfz-Profis mit Aufgabenstellungen und Herausforderungen zu tun, die es in sich haben. Die Rede ist beispielsweise vom arbeitsaufwendigen aber oft zwingend erforderlichen Spülen. Oder von der häufig schwierigen Suche nach einer Leckage. Oder von der Diskussion um die Sicherheit und die Kosten des Kälte mittels R1234yf, die die Branche lange Zeit in Wallung brachte.

Inzwischen stehen jedoch ganz andere Themen im Brennpunkt. Da ist die Preisexplosion von R134a und fast noch schlimmer, die immer knapper werdenden Ressourcen für dieses Kältemittel. Lieferengpässe sind in den nächsten Jahren wohl an der Tagesordnung, hört man immer wieder in der Branche.

Damit einher geht einerseits die Gefahr, dass gepanschte Kältemittel vermehrt in Umlauf kommen. Andererseits fängt schon die Diskussion an über mögliche Umrüstmöglichkeiten auf andere Kältemittel – Ausgang ungewiss (KRAFTHAND berichtete in Ausgabe 12/2018). Was aus technischer Sicht passiert, wenn Kältemittel anderer Spezifikation in eine Anlage kommen, darüber hat die Redaktion mit einem Experten gesprochen.

Im Zusammenhang mit der Kältemitteldiskussion darf natürlich die Möglichkeit eines sparsamen Umgangs mit R134a und R1234yf nicht vernachlässigt werden. A, weil sich damit Geld sparen lässt und B, weil er die Kältemittelressourcen sowie die Umwelt schont. Denn was viele Kfz-Profis in Werkstätten nicht wissen: Klimaservicestationen geben technisch bedingt Kältemittel in die Atmosphäre ab – was nicht sein müsste, wie der Beitrag ab Seite 18 zeigt. Darin werden Hintergründe für diese Problematik erläutert.

Ein weiterer brisanter und bis jetzt weniger beachteter Aspekt ist die Erkenntnis, dass R1234yf-Anlagen wohl deutlich empfindlicher auf Feuchtigkeit reagieren als Klimakreisläufe mit dem alten Kältemittel. Die Folge: In Zukunft könnte die Anzahl an Kompressorschäden und anderen Bauteildefekten steigen, wenn der Umgang mit den hygroskopisch wirkenden Kompressorölen bleibt wie er ist. Hintergründe dazu und was das für die Werkstattpraxis bedeutet, erfahren Sie ebenfalls in der Printausgabe.

In der breiten Öffentlichkeit ist R1234yf aktuell aber wegen Meldungen über Grundwasserbelastungen durch dieses Kältemittel ins Gerede gekommen. Auch wenn dies zwar keinen unmittelbaren Einfluss auf die Arbeit in Werkstätten hat, weil nicht beeinflussbar, so wollten wir doch wissen, was an der Behauptung dran ist und haben Experten befragt.

 

Aus technischer Sicht möglich

Fragen und Antworten zu einer Fremdbefüllung von R134a-Anlagen

Unterschätzte Verluste 2.0

Wo Klimaservicestationen Kältemittel verlieren und wie sich das vermeiden lässt

Mehr Kompressorschäden

Warum R1234yf-Anlagen kritischer auf Feuchtigkeit im Öl reagieren

Giftgasalarm

R1234yf: Jetzt soll es auch noch für das Grundwasser gefährlich sein