DUH fordert Verzicht auf R1234yf

Nach neuen (Warn-)Hinweisen zu R1234yf greift die DUH erneut das Thema Kältemittel in Pkw-Klimaanlagen auf – auch weil viele Autobauer diese Problematik nicht zu interessieren scheint.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert Automobilhersteller auf, sich schnellstmöglich vom Kältemittel R1234yf abzuwenden und auf natürliche, PFAS-freie Alternativen wie CO2 oder Propan umzustellen. Hintergrund ist eine aktuelle Nachfrage der DUH bei 16 führenden Autobauern, wann sie den Einsatz des umstrittenen Kältemittels für ihre Klimaanlagen beenden und auf welche Alternativen sie umstellen möchten. Zehn der 16 Hersteller haben gar nicht reagiert und vier antworteten nur unverbindlich, so der Verein.
Den Angaben zufolge beruft sich BMW beispielsweise darauf, geltende Vorgaben einzuhalten und erst bei einer Änderung der Rechtslage über eine Umstellung zu informieren. Andere Autobauer verweisen auf laufende Prüfungen, technische Entwicklungen oder künftige regulatorische Anforderungen, ohne klare Ausstiegspläne vorzulegen.
Konkrete Auskünfte hingegen geben Volkswagen und BYD: Laut der DUH setzt der Volkswagen-Konzern CO2 bereits als Kältemittel in ausgewählten batterieelektrischen Fahrzeugen ein, nennt jedoch keinen weiteren Ausstiegsplan. BYD hat nach eigenen Angaben die technischen Voruntersuchungen für CO2-basierte Klimaanlagen abgeschlossen und arbeitet an der Integration in kommenden Modellgenerationen für Europa.
Die Gefahr von R1234yf
Die Problematik hinter dem Kühlmittel R1234yf ist, dass es sich in der Atmosphäre nahezu vollständig zu Trifluoressigsäure (TFA) abbaut, was eine Gefahr für Gewässer und Gesundheit darstellt (Krafthand berichtete: www.khme.de/r1234yf). TFA ist persistent, mobil und reichert sich zunehmend in der Umwelt an. So stuft unter anderem das Bundesinstitut für Risikobewertung TFA als fortpflanzungsgefährdend ein, was die Europäische Chemikalienagentur kürzlich bestätigte.
Für die DUH zeigt die neue Abfrage: Trotz der verschärften wissenschaftlichen Debatte über TFA bleibt die Bereitschaft der Branche zu Transparenz und einem verbindlichen Ausstieg gering.







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