Mancher Kfz-Profi hat sich bestimmt schon gefragt, warum einige Seitenwellen nicht gleichmäßig dick sind. Ein Grund könnte sein, dass der Autohersteller eine Ballspline-Gelenkwelle verwendet. Sie ermöglicht axiale Verschiebungen von bis zu 70 mm.

Gerade SUVs, die oft Einbauwinkel von Seitenwellen mit mehr als 10° und lange Federwege aufweisen, benötigen spezielle Gelenkwellen. Neben dem hohen Beugewinkel und der Fähigkeit, hohe Drehmomente aufnehmen zu können, muss bei diesen auch genügend Axialspiel gewährleistet sein. Letzteres gehört bekanntlich nicht zu den Stärken von Festgelenken wie dem SX-Countertrack-Gelenk.

Laut GKN lassen sich durch die Kombination der Countertrack-Technologie mit dem Kugelschiebeausgleich – auch Ballspline genannt – sämtliche Anforderungen am besten erfüllen. Das Unternehmen betont, dass diese Seitenwellenbauart die beste Lösung für hohe Weg-Winkelanforderungen darstellt. Mit einem maximalen Beugewinkel von 52° und einem Verschiebeweg von 70 mm sollen somit auch extreme Radbewegungen möglich sein.

Die SX-Ballspline-Seitenwellen sind radseitig und getriebeseitig mit dem SX-Countertrack-Gelenk ausgestattet. Dieses Festgelenkkonzept benötigt den Angaben zufolge wenig Bauraum und trägt durch seinen deutlich erhöhten Wirkungsgrad – im Vergleich zu herkömmlichen Gegenbahngelenken – zur Verbrauchsreduzierung des Fahrzeugs bei.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Maximaler Beugewinkel von bis zu 52° auf der Radseite,
  • maximaler Beugewinkel von über 35° auf der Differenzialseite,
  • Verschiebefähigkeit von bis zu 70 mm,
  • langer Verschiebeweg und ruhiges NVH-Verhalten unabhängig vom Beugewinkel.