Fahrwerkstechnik

Was es mit der K0-Lage auf sich hat

Nur ein in ordentlicher K0-Lage verbautes Luftfederelement funktioniert einwandfrei. Bild: Bilstein
Dieser Beitrag ist Teil des Spezials: Fahrwerk- und Lenkungstechnik.
Weitere Beiträge dazu finden Sie auf unserer Sonderseite.

Was ist die K0-Lage?

Die K0-Lage ist die Konstruktionslage im Fahrwerk. Da sich die Lage eines Kfz im Betrieb immer ändert, wird als Bezugspunkt die K0-Lage angegeben, also die Lage des Fahrzeugs, die es in Ruhe auf seinen Rädern stehend hat. Alle Fahrwerksmaße nehmen konstruktionstechnisch darauf Bezug.

Wie ermittelt man die K0-Lage?

Um die K0-Lage beim Einbau eines Luftfederelements (gilt auch bei normalen Stoßdämpfern) einzuhalten, wird vor dem Ausbau des alten Elements am Fahrzeug die Strecke zwischen Radnabenmitte und Kotflügelkante gemessen. Sollte die K0-Lage zum Beispiel durch eine defekte Luftfeder nicht zu ermitteln sein, wird stattdessen der Winkel der Antriebswelle gemessen. Hierfür gibt es beispielsweise bei Mercedes-Benz ein spezielles Messgerät von Romess.

Warum ist die K0-Lage für den Einbau so wichtig?

Die K0-Lage ist für ein adaptives Fahrwerk wie ein Luftfahrwerk extrem wichtig, damit das Steuergerät beim Anlernen eines neuen Elements einen korrekten Ausgangswert hat. Stimmt dieser nicht, kann das Fahrzeug schief stehen oder das Fahrwerk verspannen.

Was ist zu tun, wenn die K0-Lage nach der Montage einer neuen Luftfeder nicht passt?

Wenn die K0-Lage nach einem Austausch von Federbeinen nicht korrekt ist, geht dies meist auf ein nicht einwandfrei ausgerichtetes Federelement zurück. Deshalb muss bei inkorrekter K0-Lage das Fahrzeug angehoben und das Federbein an seinen Aufhängungspunkten nochmals gelöst werden, um es wie im Bild zu sehen ordnungsgemäß auszurichten.

Nur ein in ordentlicher K0-Lage verbautes Luftfederelement funktioniert einwandfrei. Bild: Bilstein