Schnelle Autos, jede Menge PS und viele Premieren. Das ist der Autosalon in Genf, wie man ihn kennt. Auch in diesem Jahr war das wieder der Fall. Nur eine Sache ist anders gewesen: Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor standen bei den Autobauern weniger im Vordergrund als letztes Jahr. Auf den folgenden Seiten liefert KRAFTHAND eine kleine Messeübersicht.

Der Autosalon in Genf hat seine Anziehungskraft auch 114 Jahre nach seinem Debüt nicht verloren. Die Ausstellung zeigte auf 102.000 Quadratmetern mehr als 900 Marken. Erwartet wurden rund 660.000 Besucher und 150 Weltpremieren. Nicht zu übersehen war diesmal, dass es mehr Verpflegungsmöglichkeiten, breitere Gänge, zahlreichere Kaffeebars und Oldtimerpräsentationen gab als bisher – möglicherweise müssen wir uns auf künftigen Automessen daran gewöhnen.

Die Ausstellung zeigte auf 102.000 Quadratmetern mehr als 900 Marken.

Marken wie Volvo, Ford, Opel, Hyundai oder Jaguar stellten erst gar nicht aus. Aufgrund der Absagen hatten Exoten und gewagte Fahrzeugstudien ihren großen Auftritt. Der Autosalon bot in diesem Jahr aber auch Ausstellern mit Ladesäulenkonzepten, Motorrädern und sogar Fahrrädern das entsprechende Ambiente. Vermutlich wären sonst die Standflächen leer geblieben.

Natürlich aber ist Genf vor allem der Gradmesser der Branche. Die großen Autobauer zeigen deshalb in erster Linie Modelle, die demnächst in Serie gehen sollen oder in Kürze beim Händler stehen – vom Kleinwagen bis zum SUV. Welche Fahrzeugmodelle zum Verkaufsschlager werden, ist zwar schwer vorauszusagen, aber eines lässt sich zumindest feststellen: Deutlich mehr als in den letzten Jahren dominierte in Genf das Thema Elektromobilität. Und zwar weniger mit Konzepten, deren Realisierung in weiter Ferne liegt, sondern vermehrt mit seriennahen Modellen, die ihren Verkaufsstart teilweise noch in diesem Jahr haben sollen.