Teil der Aktion „Saubere Luft 2030“

DUH überprüft Werkstätten mit Testkäufen

Ob nur geprüfte und qualitativ hochwertige Ersatzkatalysatoren verbaut werden, untersucht die DUH derzeit in deutschen Kfz-Werkstätten. Bild: Tomasz Zajda – stock.adobe.com

Aktuell befragt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Kfz-Betriebe zu Austauschkatalysatoren und kündigt Testkäufe sowie Werkstatt- und Abgastests an. Das teilt der ZDK in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) mit. Der ZDK bewertet die Aktion der DUH als kritisch, da Kfz-Betriebe in Deutschland ausschließlich geprüfte Qualitätskatalysatoren verbauen würden. Er könne daher nicht nachvollziehen, warum die DUH mit ihrer Aktion ausgerechnet das mittelständisch geprägte Kfz-Gewerbe ins Visier nimmt.

„Für unsere Betriebe steht fest: Bei sicherheits- und emissionsrelevanten Bauteilen wie dem Katalysator gibt es keine Kompromisse“, so ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. Zudem stellen Kfz-Fachbetriebe durch die Verwendung hochwertiger Ersatzkatalysatoren sicher, dass Fahrzeuge auch nach einer Reparatur zuverlässig die gesetzlichen Abgasvorschriften erfüllen. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch der freie Ersatzteilhandel, der für eine breite Verfügbarkeit entsprechender Komponenten sorgt und eine wirtschaftliche Fahrzeugreparatur ermöglicht. „Der freie Ersatzteilmarkt steht für geprüfte Qualität und verlässliche Standards“, betont Thomas Vollmar, Präsident des GVA.

Auf Nachfrage von Krafthand hat die DUH die Betriebsbefragungen bestätigt, die Teil der Aktion „Saubere Luft 2030“ sind. So wurden am 4. März 2026 Anschreiben an 22 Unternehmen des Teilegroß- und Einzelhandels sowie Werkstattketten verschickt. Zudem sind Aktivitäten in Vorbereitung – etwa Testkäufe von Austauschkats und unabhängige Laborprüfungen der Beschichtung und Emissionswirksamkeit. Ebenso werden eigenen Angaben zufolge Testnachrüstungen zur Identifikation des Angebots, der Empfehlung oder gar des Einbaus problematischer/minderwirksamer Katalysatoren durchgeführt.

Damit möchte die DUH offensichtliche Betrugssysteme herausfinden und Kfz-Werkstätten identifizieren, die solch wenig wirksame Katalysatoren verbauen. Ziel ist es, dass künftig ausschließlich Originalkatalysatoren der Hersteller, solche mit dem Umweltzeichen Blauer Engel oder mit geprüft gleichwertigen Standards als Austauschkats verbaut werden. Letztlich sollen rechtliche Schritte gegen nachweislich irreführende oder betrügerische Praktiken und Produkte folgen. Im Lauf des Jahres werden die Ergebnisse zur Aktion veröffentlicht, so die DUH.

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