‚Split-View‘ von Bosch: Auf einem Monitor zwei unterschiedliche Programme sehen

'Split-View' im Jaguar XJ: Das neue Display von Bosch kann auf einem Monitor zwei Programme darstellen. Der Blickwinkel auf das Display entscheidet, welches von beiden man sieht. So blickt der Fahrer beispielsweise auf die Hinweise des Hörfunkmenüs, während vom Beifahrersitz aus auf dem gleichen Bildschirm ein Film zu sehen ist. Foto: Bosch

Das gemeinsam von Mercedes-Benz und Bosch entwickelte ‚Split-View‘-Display für die E-Klasse von Mercedes-Benz soll mehr Infotainment-Komfort im Auto ermöglichen. Split-View kann auf einem Monitor zwei unterschiedliche Programme zeigen. Die Bildinhalte sind blickwinkelabhängig.

Wenn das Display aus einem der beiden vorgesehenen Winkel betrachtet wird, ist ausschließlich das entsprechende Bild zu sehen. So kann der Fahrer von seinem Sitz beispielsweise die Navigationshinweise verfolgen, während vom Beifahrersitz aus auf dem gleichen Bildschirm ein eigenes Programm zur Unterhaltung geboten werden kann – zum Beispiel Videofilme oder die Wiedergabeliste des iPod sowie Hörfunkmenüs.

Zwei unterschiedliche Bildprogramme laufen also über einen einzigen Bildschirm. Die Tonausgabe, zum Beispiel für ein vom Beifahrer gewünschtes Unterhaltungsprogramm, kann wahlweise auch über Kopfhörer erfolgen. Optional lässt sich das Display auch im Singleview-Modus betreiben, so dass Fahrer und Beifahrer dieselbe Bilddarstellung sehen können.

Zeitgleich
Der ‚Split-View‘-Monitor besteht aus einem hinterleuchteten Farb-Aktivmatrix-Display (TFT-LCD: Thin Film Transistor Liquid Crystal Display) und einer speziellen Maske, die vor der Flüssigkristallschicht angebracht ist. Die Bilder für den Aufsichtwinkel von rechts und links werden zeitgleich angezeigt, jedoch gezielt auf nebeneinander liegenden Bildpunktspalten verteilt. Denn die Maske ermöglicht je nach Betrachtungswinkel die Sicht auf nur jene Pixelspalte, die entweder das rechte oder das linke Bild bestimmt. Dementsprechend setzt sich das Bild für den Betrachter nur aus jedem zweiten Pixel zusammen, so dass sich die horizontale Displayauflösung halbiert. Ein patentierter Softwarealgorithmus sorgt zudem dafür, dass das brillante Bild auch bei unterschiedlichen Positionen der Betrachter erhalten bleibt. Die ‚Split-View‘-Einheit benötigt nicht mehr Platz als ein üblicher Monitor.

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