Umgang mit verunfallten HV-Batterien

Der TÜV-Verband hat einen Leitfaden für den sicheren und wirtschaftlich sinnvollen Umgang mit beschädigten Batterien von E-Autos veröffentlicht. Dieser unterstützt Werkstätten und Kfz-Sachverständige bei der Entscheidung, ob eine Reparatur möglich ist.
Zentral ist die systematische sicherheitstechnische Bewertung von verunfallten HV-Batterien. Dabei müssen auch versteckte Risiken (z. B. interne Kurzschlüsse oder thermische Instabilitäten) identifiziert werden, die zeitverzögert zu Bränden, Stromschlägen oder Leckagen mit giftigen Chemikalien führen können. Zum Einsatz kommen spezialisierte Prüfverfahren – etwa die Messung des Isolationswiderstands, thermografische Analysen oder die Auswertung von Fahrzeugdaten. Auch sind Transportvorschriften und Lagerbedingungen für Unfallfahrzeuge zu beachten, so der Verband.
Ebenso spielen wirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle. Ob sich eine Instandsetzung lohnt, hängt neben der Art der Reparatur unter anderem vom SoH-Wert der Batterie und dem Fahrzeugwert ab. Zudem betont die Prüforganisation die Bedeutung einheitlicher Standards und klarer Herstellervorgaben. Diese sind entscheidend für die sichere Bewertung und Instandsetzung von HV-Batterien sowie für die Wahrung von Garantieansprüchen. Der Leitfaden steht auf www.khme.de/unfall zum kostenfreien Download zur Verfügung.







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