Neue Studie zur Automobilindustrie

Roland Berger erwartet Abbau von 200.000 Stellen

Um weiterhin international wettbewerbsfähig zu bleiben, muss sich die Branche laut einer neuen Roland-Berger-Studie radikal verändern. Bild: Roland Berger

Eine aktuelle Studie von Roland Berger prognostiziert bis 2030 einen Rückgang von rund 692.000 auf weniger als 500.000 Beschäftigte in der deutschen Automobilindustrie. Betroffen wären den Angaben des Unternehmens zufolge rund 90.000 direkte Arbeitsplätze, 95.000 Stellen in indirekten Funktionen und 15.000 Managementpositionen.

Grund dafür seien Kostennachteile des Produktionsstandorts Deutschland sowie Überkapazitäten in den inländischen Werken. So würden chinesische Hersteller bei den Fertigungskosten eines Fahrzeugs über einen Kostenvorteil von rund 30 Prozent verfügen und neue Fahrzeuge teils in 24 Monaten entwickeln. Deutsche Hersteller hingegen benötigen dafür häufig mehr als 48 Monate, so die Studie.

Roland Berger sieht Automobilhersteller und Politik gleichermaßen in der Verantwortung, sicherzustellen, dass nicht noch mehr als die erwarteten 200.000 Arbeitsplätze verloren gehen. So empfiehlt die Studie unter anderem eine Kooperation von OEMs und Zulieferern bei der Softwareentwicklung, da sich deren Anteil an den Entwicklungskosten bis 2030 mehr als verdoppeln wird.

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