Fahrplan bis 2035

Neue Plattform für 30 Modelle

Stellantis entwickelte die STLA One, die bisherige Plattformen zusammenführt und auf neue Technologien ausgerichtet ist. Die wichtigsten Parameter

Die Plattform STLA One soll 2027 an den Start gehen und perspektivisch fünf verschiedene Plattformen zusammenführen. Bild: Stellantis

Dass unterschiedliche Fahrzeugmodelle auf einer gemeinsamen Plattform aufbauen, ist nichts Neues. So haben die meisten Autohersteller eine Handvoll Plattformen, auf denen alle Modelle basieren – was Kosten senkt und die Entwicklung beschleunigt. Dieses Prinzip lässt sich noch ausbauen, was Stellantis mit seiner neuen Plattform STLA One zeigt: Sie soll fünf bisher verwendete zusammenführen und zu einer einzigen verschmelzen.

Technologie

Einer der Schwerpunkte der STLA One liegt auf der Integration der Antriebsbatterie: Um einen der größten Kostenfaktoren, die Batterie, zu senken, können künftig LFP-Batterien (Lithium-Eisen-Phosphat) zum Einsatz kommen. Das Gehäuse, in das die Zellen eingebettet sind, wird außerdem Teil der Fahrzeugstruktur und in diese integriert, um Gewicht und Komplexität zu senken und Kosten weiter einzusparen. Neben einer Systemspannung von 400 Volt wird die Plattform auch 800 Volt unterstützen, was die Ladezeiten verkürzt und den Angaben zufolge ein besseres BEV (Battery Electric Vehicle)-Erlebnis bietet.

Mit Blick auf künftige Entwicklungen sieht Stellantis die Plattform als wegweisend, denn sie ist als erste für die Integration von STLA Brain, STLA SmartCockpit sowie der Steer-by-Wire-Technologie vorgesehen.

Wirtschaftlichkeit

Das modulare Design der Plattform sowie die flexible Auswahl der Batterien soll eine Steigerung der Kosteneffizienz um 20 Prozent ermöglichen – das ist zumindest vom Konzern angestrebt. Ein Kostenfaktor ist nicht zuletzt auch die Entwicklungsgeschwindigkeit, die durch die modulare Architektur mit einheitlichen Schnittstellen gesteigert wird.

Die Plattform STLA One soll 2027 an den Start gehen und perspektivisch fünf verschiedene Plattformen zusammenführen.

Fahrplan und Zukunft

Die STLA-One-Plattform soll 2027 an den Start gehen und wird die Segmente B, C und D umfassen. Um weiteren Gestaltungsspielraum zu ermöglichen, basiert die Plattform auf einer skalierbaren Architektur, was die Abdeckung erweitert. Stellantis spricht vor diesem Hintergrund von einer Megaplattform, zu der sich die STLA One entwickeln kann und dann mehr als 30 Modelle abdecken soll. Der Fahrplan: Bis 2030 strebt Stellantis 50 Prozent des Volumens auf drei globalen Plattformen an; bis 2035 sollen allein über die STLA One zwei Millionen Einheiten erreicht werden.

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