DAT-Report 2019

Persönlicher Kontakt zum Kfz-Betrieb zählt am meisten – trotz Werkstatt 4.0

Seit 45 Jahren der Spiegel der Kfz-Branche: Der DAT-Report 2019 umfasst 131 Grafiken auf 84 Seiten und basiert auf einer repräsentativen Befragung von knapp 4.000 Endverbrauchern. alle Bilder/Grafiken: DAT

Auch im digitalen Zeitalter schätzt eine Mehrheit der befragten Autofahrer (insgesamt 3.943 Privatpersonen) den persönlichen Kontakt zu einem Kfz-Betrieb des Vertrauens, sowohl bei Wartung- und Serviceaufträgen (63 Prozent) als auch als Informationsquelle beim Neuwagenkauf (60 Prozent). Das sind die ersten bekannt gewordenen Ergebnisse des DAT-Reports 2019, den die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) an diesem Donnerstagnachmittag in Berlin präsentiert.

Satte 80 Prozent der Befragten geben an, notwendige Reparaturen immer in derselben Werkstatt durchführen zu lassen und beweisen damit eine hohe Werkstatttreue. Nur 17 Prozent fühlen sich beim Werkstattbesuch „häufig nicht optimal beraten“.

Der DAT-Report, erhoben vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag der DAT, gilt seit 45 Jahren als Spiegel der Branche. Die Studie 2019 mit 131 Grafiken auf 84 Seiten basiert auf einer repräsentativen Befragung von knapp 4.000 Endverbrauchern und betrachtet den Autokauf (Neu- und Gebrauchtwagen) und das Werkstattverhalten in Deutschland. Dabei zeigt sich auch: Händler und Werkstätten sind für 60 Prozent der Befragten nach wie vor die wichtigste Informationsquelle im Neuwagengeschäft.

Fazit: Trotz zahlreicher digitaler Informations- und Verkaufsplattformen, die online 44 Prozent der Befragten nutzen – ist der Mehrheit der Befragten der persönliche Kontakt und eine gute Beratung durch den Händler oder einen Kfz-Betrieb wichtig. Mehr noch:

Die Bedeutung des Autohändlers/der Werkstatt als Informationsquelle ist gestiegen und wieder an die erste Stelle der Offline-Quellen gerückt.

Vom Beginn der Informationssuche bis zum tatsächlichen Kauf vergehen im Schnitt 26 Tage beim Gebraucht- und 33 Tage beim Neuwagenkauf. Während dieser Phase unternimmt der Autokäufer der Studie zufolge intensive Online- und Offline-Recherchen. Außerdem zeigt sich: „Im Zuge der zahlreichen Initiativen rund um den Diesel und die damit verbundenen Prämien ist der Kontakt vor Ort beim Handel stärker in den Fokus gerückt.“ Ein Vertrauensverhältnis zum Kunden zahlt sich für Kfz-Betriebe demnach aus.