KH-Buchtipp: Auto und Karosserie – von der Kutsche bis zum Personenwagen

'Auto und Karosserie' zeichnet auf 848 Seiten die kompltte Historie des Automobil- beziehungsweise des Karosseriebaus. Bild: Springer Vieweg

Mit dem neuen Buch ‚Auto und Karosserie‘ ist dem Verlag Springer Vieweg ein weiteres Standardwerk gelungen. Das Werk zeichnet auf 848 Seiten die vollständige Historie des Automobil- beziehungsweise des Karosseriebaus. Dabei gelang es dem Herausgeber-Gremium rund um Erik Eckermann, eine in diesem Kontext noch nie dagewesene Detailtreue und Informationstiefe abzubilden.

Wer nun ein ingenieurtechnisches Formeln- und Zahlenwerk hinter dem Titel vermutet, wird enttäuscht sein. Vielmehr zeigen die Herausgeber beziehungsweise die 77 mitwirkenden Autoren, anhand von 1.235 Abbildungen die historische Entwicklung des Karosseriebaus – von der Antike – bis heute. Selbstverständlich liegt dabei der Schwerpunkt der Betrachtungen im Zeitraum ab 1880 bis in die jüngste Automobilgeschichte – angefangen vom ersten ‚Motorwagen‘ auf Leiterwagenbasis bis hin zu Fahrzeugen mit komplexen Verbundwerkstoff-Karosserien.

Über das rein funktionale Design bis 1900, über dampf- und elektrogetriebene Fahrzeuge, gelangen die Autoren zur modernen Karosse, immer auch die Geschichte des Komplettfahrzeugs im Blick. Dabei ordnen sie das jeweilige Automobildesign den gegebenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu und nennen ‚Ross und Reiter‘. Gespickt mit interessanten Detailinformationen zu Erfindern, Konstrukteuren, Visionären und Unternehmen zieht sich ein roter Faden durch das gesamte Werk. Es wäre jedoch keine Springer Vieweg Publikation läge nicht auch ein Schwerpunkt auf der jeweiligen Technologie. So sind immer wieder Querverweise auf Konstruktionen und Materialien gesetzt. Selbst die Karosserieinstandsetzung und die Lacktechnik sind berücksichtigt. So entsteht ein umfassendes historisches Gesamtbild.

Das Buch ‚Auto und Karosserie‘ ist aufgrund seines Aufbaus sowohl als Standardlektüre als auch als Nachschlagewerk geeignet. Ein wunderbares Detail sind dabei die Fußnoten, die nicht wie allenthalben üblich, mühsam am Ende nachgeschlagen werden müssen. Sie sind jeweils auf der entsprechenden Seite vermerkt und liefern so einen vollständigen informellen Überblick.

‚Auto und Karosserie‘ ist bei Springer Vieweg in Wiesbaden erschienen und richtet sich an Ingenieure und Techniker im Aufgabengebiet Fahrzeughistorie und in der Classic-Scene, an Restaurierungsbetriebe mit Oldtimer- und Instandsetzungsaufgaben, an Zulieferbetriebe, welche die Restaurierung von Youngtimern und Oldtimern als Aufgabengebiet haben sowie an Auto- und Technikgeschichte Interessierte Old- und Youngtimer Fans. Das Buch kostet  99,99 Euro – es sollte in keiner automobilen Bibliothek fehlen.

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